Katholikenrat im Bistum Fulda
Präimplantationsdiagnostik verbieten
Auf die hohe Brisanz der im Deutschen Bundestag bevorstehenden Beratung und Abstimmung über eine Gesetzesregelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) will der Fuldaer Katholikenrat mit einer Briefaktion hinweisen. Die Präimplantationsdiagnostik schaffe die Voraussetzung dafür, dass Embryonen wegen ihrer genetischen Eigenschaften aussortiert und damit menschliches Leben getötet würden. Der Vorstand des Katholikenrates habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil mit einer Zulassung der PID letztlich das Lebensrecht des Embryos an Gesundheitskriterien geknüpft wird, die weder objektiv aufgestellt noch dauerhaft eingegrenzt werden können. In den kommenden Tagen werden die Katholikenratsdelegierten in persönlichen Briefen ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten auffordern, für ein gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik zu stimmen.
Mit der Präimplantationsdiagnostik können Erbkrankheiten und Besonderheiten von Chromosomen erkannt werden. „Das Verfahren wird im Rahmen der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas dazu verwendet, Embryonen zu verwerfen, die das Erbgut für eine spätere Behinderung in sich tragen. Wir verstehen die Ängste und Befürchtungen von Paaren, die sich ein gesundes Kind wünschen. Letztlich gibt es jedoch keine Garantie, keine Pflicht und auch kein Recht auf ein gesundes Kind. Der Gesetzgeber muss demgegenüber das unbedingt zu garantierende Lebensrecht jedes Menschen und die Akzeptanz und Unterstützung kranker und behinderter Menschen in seine Entscheidung einbeziehen“, so Richard Pfeifer (Biebergemünd-Kassel), Vorsitzender des Katholikenrates.
25. Januar 2011
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Katholikenrat im Bistum Fulda
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