Katholikenrat im Bistum Fulda
Präimplantationsdiagnostik verbieten
Auf die hohe Brisanz der im Deutschen Bundestag bevorstehenden Beratung und Abstimmung über eine Gesetzesregelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) will der Fuldaer Katholikenrat mit einer Briefaktion hinweisen. Die Präimplantationsdiagnostik schaffe die Voraussetzung dafür, dass Embryonen wegen ihrer genetischen Eigenschaften aussortiert und damit menschliches Leben getötet würden. Der Vorstand des Katholikenrates habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil mit einer Zulassung der PID letztlich das Lebensrecht des Embryos an Gesundheitskriterien geknüpft wird, die weder objektiv aufgestellt noch dauerhaft eingegrenzt werden können. In den kommenden Tagen werden die Katholikenratsdelegierten in persönlichen Briefen ihre jeweiligen Bundestagsabgeordneten auffordern, für ein gesetzliches Verbot der Präimplantationsdiagnostik zu stimmen.
Mit der Präimplantationsdiagnostik können Erbkrankheiten und Besonderheiten von Chromosomen erkannt werden. „Das Verfahren wird im Rahmen der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas dazu verwendet, Embryonen zu verwerfen, die das Erbgut für eine spätere Behinderung in sich tragen. Wir verstehen die Ängste und Befürchtungen von Paaren, die sich ein gesundes Kind wünschen. Letztlich gibt es jedoch keine Garantie, keine Pflicht und auch kein Recht auf ein gesundes Kind. Der Gesetzgeber muss demgegenüber das unbedingt zu garantierende Lebensrecht jedes Menschen und die Akzeptanz und Unterstützung kranker und behinderter Menschen in seine Entscheidung einbeziehen“, so Richard Pfeifer (Biebergemünd-Kassel), Vorsitzender des Katholikenrates.
25. Januar 2011
![]() |
Katholikenrat im Bistum Fulda
Paulustor 5, 36037 Fulda
Telefon: 0661 / 87-386
E-Mail: katholikenrat@bistum-fulda.de
Internet:www.bistum-fulda.de


Aktuelle Meldungen
Bischof Algermissen predigte am Pfingstsonntag im Fuldaer Dom
Emanzipation von Gott hat fatale Folgen - Bischof Algermissen predigte am Pfingstsonntag im Fuldaer Dom.Bischof Algermissen weihte sechs junge Männer zu Priestern
Im Rahmen eines feierlichen Pontifikalamtes hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Samstag im überfüllten Hohen Dom zu Fulda sechs bisherige Diakone zu Priestern geweiht.Christen in Ägypten vor einer ungewissen Zukunft
Am Montag, 13. Mai, haben sich missio Fulda und das Bonifatiushaus an einem Studientag mit dem arabischen Frühling in Ägypten beschäftigt. Nach Aussage von Monsignore Joachim Schroedel, der seit 18 Jahren für die deutschsprachigen Katholiken in Ägypten zuständig ist, und Bischof Antonios Aziz Mina aus Guizeh hat sich dieser „Frühling“ für die Christen in der Region in einen Herbst verwandelt. Denn das 80-Millionen-Einwohner-Land, das seit dem Sturz von Präsident Mubarak durch die Muslimbruderschaft regiert wird, hat an Stabilität, Sicherheit und Wirtschaftsleistung verloren.Prof. Kemper 75 Jahre
Am 23. Mai vollendet Prälat Prof. Dr. Max-Eugen Kemper (Fulda/Rom) sein 75. Lebensjahr. Der Jubilar ist Domherr von St. Peter, war lange Jahre als Geistlicher Botschaftsrat an der Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom tätig und wirkte von 2003 bis 2011 als Professor für Didaktik der Christlichen Kunst in Fulda.Pfarrer Bräscher 75 Jahre
Am 22. Mai vollendet Pfarrer Heribert Bräscher (Neuhof) sein 75. Lebensjahr. Er wurde 1938 in Fulda geboren und studierte nach dem Abitur an der Freiherr-vom-Stein-Schule Philosophie und Theologie in Fulda und Lyon. Bischof Dr. Adolf Bolte weihte ihn am 21. März 1964 im Fuldaer Dom zum Priester.RSS-Feeds abonnieren
News und Informationen aus dem Bistum - schnell und komfortabel via RSS



