Katholikenrat im Bistum Fulda
Starke Impulse für Ökumene und Dialog in der Kirche
Die Fuldaer Delegierten, Marie-Luise Niemetz, Marcus Leitschuh und Richard Pfeifer vertraten das Bistum Fulda bei der Frühjahrs-Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in Erfurt. „In dieser Stadt wird im Herbst Papst Benedikt XVI. als Gast empfangen und hier wird er ökumenische Gespräche führen. Zwei Themen, die auch die Vollversammlung durchzogen haben“, so Richard Pfeifer.
Lebensnahe Ökumene
Mit einem Beschluss »Um der Menschen willen! – Plädoyer für eine lebensnahe Ökumene« will die Laienvertretung das beim II. Ökumenischen Kirchentag in München Erreichte fortschreiben. Die Erklärung zeigt dazu mögliche nächste Schritte auf und ist auch als Leitfaden für den angestrebten III. Ökumenischen Kirchentag in 2017 gedacht. Marcus Leitschuh: „Betont wird die Rolle des Pfingstmontags als Tag der Ökumene, das Praktizieren und Stärken des Möglichen und die Unterstützung neuer Formen, wie z.B. ökumenisch gestalteter Segnungen, die in besonderen Lebenssituationen die Zuwendung Gottes zeigen.“ Im ökumenischen Gespräch dürfe es außerdem keine Rechthaberei und Machtfragen geben.
Bedeutung der Katholikentage durch Bischof Josef Clemens (Rom) hervorgehoben
Der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien, Bischof Dr. Josef Clemens, stellte den Delegierten die Konzeption der Weltjugendtage (WJT) vor. Er lud die deutsche Jugend zum kommenden WJT nach Madrid ein und überbrachte die herzlichen Grüße und Segenswünsche von Benedikt XVI. In einem offenen Gespräch ging er auch auf Fragen ein. Richard Pfeifer: „Er hat er sich klar zu den Katholikentagen als Ort des Dialoges wertschätzend geäußert und damit auch über das ZdK als Ausrichter. Das war sicherlich ein Höhepunkt in der Geschichte der ZdK-Vollversammlungen.“
Im Dialog Vertrauen zurückgewinnen
Am 8./9. Juli dieses Jahres lädt die Deutsche Bischofskonferenz nach Mannheim zu einer Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Im Heute glauben“ ein. Die Erwartungen der ZdK Mitglieder in diesen Dialog sind hoch. Präsident Alois Glück formulierte das so: „Ziel des Prozesses muss es sein, verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Das ist aber nur möglich, wenn besonders die Erfahrung und die Perspektive der Enttäuschten ernst genommen werden. Mit Selbstgerechtigkeit kann kein Vertrauen zurück gewonnen werden. Voraussetzung für Vertrauen ist auch Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und der richtige Umgang mit Macht und Machtausübung.“ In diesem Rahmen informiert man sich auch gegenseitig über den Stand der diözesanen Dialogprozesse.
Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Mann und Frau in der Kirche
Die im ZdK vertretenen Frauen haben eine Vorlage ins Plenum eingebracht: »Für ein partnerschaftliches Zusammenwirken von Mann und Frau in der Kirche«. Bis zum Herbst soll eine breite Diskussion zum partnerschaftlichen Zusammenwirken von Mann und Frau in der Kirche geführt werden.
Marie-Luise Niemetz: „Mit der Stellungnahme wird daran erinnert, welche wichtige Rolle Frauen heute in der Gesellschaft haben und dass Frauen die Basis für christliches und kirchliches Leben in den Familien und Gemeinden sind.“ Die Delegierten fordern für Frauen den Zugang zu Leitungsaufgaben, Entscheidungsbefugnissen und nicht zuletzt das Diakonat der Frau.
Aktionsplan zur Bekämpfung von HIV/Aids
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) will sich außerdem dafür einsetzen, die Bekämpfung von HIV/Aids, insbesondere in Afrika, wieder stärker in den Fokus der politischen und gesellschaftlichen Aufmerksamkeit zu rücken. Dazu hat die ZdK-Vollversammlung einen Aktionsplan verabschiedet, der sich u.a. für den Zugang zu Medikamenten und ausreichende Unterstützung von Hilfsprojekten und die Versorgung für Erkrankte einsetzt. Der Aktionsplan mit dem Titel „Kirche bei den Menschen: Verantwortung von Christinnen und Christen angesichts HIV/Aids – Eine Verpflichtung zum Handeln“ ist auf der Homepage www.zdk.de dokumentiert.
17. Mai 2011
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Katholikenrat im Bistum Fulda
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