Dommuseum
Dommuseum Fulda

![]() |
Das Dommuseum in Fulda liegt auf der Südseite neben dem Dom. Der Weg zum Eingang führt durch den Domdechaneigarten, der als Lapidarium des Museums dient und zugleich einer der Bausteine des Gartenkulturpfades in Fulda ist. Das Museum wurde als eine Raum- und Wegefolge entwickelt, die innerhalb der überlieferten Bausubstanz die verschiedenen Schichten der Kloster- und Bistumsgeschichte erschließt. Die Eingangshalle wurde als Neubauteil in die sensible bauliche Umgebung eingefügt. Die Neugestaltung der 90er Jahre planten die Architekten Michael Brawne mit Franz Ollertz.

![]() |
Die Museumsausstattung ist so konzipiert, dass die historischen Räume der ehemaligen Seminarkapelle und der Domdechanei ihren eigenen Charakter behalten. Dabei sollte der Rundgang für die Besucher übersichtlich wie abwechslungsreich sein, räumliche Einheiten die thematischen Zusammenhänge unterstreichen: so wird die Mittelaltersammlung in spätmittelalterlichen Räumen gezeigt, die barocke Kunst in barocken Räumen. In der Eingangshalle werden die Besucher mittels exemplarischer Ausstellungsstücke auf die verschiedenen thematischen Bereiche des Museums eingestimmt.
Religiöse Kunst und weitere materielle Zeugnisse aus der über 1250-jährigen Geschichte der ursprünglichen Abteikirche und heutigen Kathedrale des Bistums, seit 754 Grabeskirche des Hl. Bonifatius, bilden den Bestand des Fuldaer Dommuseums. Die Tiefe der Geschichte wird an erhaltener Bauplastik der karolingischen Ratgarbasilika und verschiedenen Grabungsfunden ebenso deutlich wie die Breite der kirchlichen Kunst: Die in der Art einer öffentlichen Sakristei gezeigten barocken liturgischen Geräte, Textilien und Teile des Silbernen Altares, des bedeutenden Heiltumsschatzes Fuldas, werden hier dem Besucher außerhalb der Gottesdienste zugänglich gemacht. Zweite Keimzelle ist die Sammlung mittelalterlicher Plastik des Fuldaer und allgemein des hessischen Raumes, die durch den Domkapitular und Bistumsverweser Konrad Hahne im 19. Jahrhundert gesammelt wurden. In den Beständen spiegelt sich auch die wechselvolle Verehrung des Hl. Bonifatius, die seit dem 19. Jahrhundert wieder deutlich zugenommen hat. Ankäufe und Ergänzungen bis in die jüngste Zeit vervollständigen die Sammlung.

![]() |
Das Dommuseum zeigt die besondere Funktion kirchlicher Museen: Zahlreiche Ausstellungsstücke sind nicht nur für den Besucher exponiert, sie stehen auch weiter in dem liturgischen Zusammenhang, der ihre Existenz begründet. Sie werden damit nicht nur in ihrer dinglichen Substanz überliefert, sondern auch in ihrer Funktion und ihrer Bedeutung am Ort. So ist das Dommuseum gleichzeitig Sakristei und Museum, Schatzkammer und Reservoir, Ort der Betrachtung und der Bewahrung.


Aktuelle Meldungen
Kirchliche Sendungen im Hörfunk
In einer katholischen Morgenfeier am Sonntag, 26. Mai, um 7.30 Uhr im 2. Programm des Hessischen Rundfunks (hr2-kultur) wird Monsignore Pfarrer Elmar Gurk (Fulda) die Ansprache halten. Marcus C. Leitschuh (Kassel) wird vom 27. bis 31. Mai sowie am 2. Juni innerhalb der Sendereihe „Übrigens …“ auf hr4 zu hören sein. Den „Zuspruch“ im ersten Programm des Hessischen Rundfunks (hr1) wird in der Woche vom 27. Mai bis 1. Juni Dr. Peter Felix Ruelius (Fulda) übernehmen.Jugendlobpreis in der Michaelskirche
Am Sonntag, 2. Juni, findet um 18 Uhr ein Jugendlobpreis in der Michaelskirche statt. Im Jahr des Glaubens stehen die Lobpreisgebete unter der Überschrift „Feel the Spirit!“. Jugendpfarrer Thomas Renze wird dazu eine Katechese halten.Bistum Fulda fordert Nachbesserungen bei Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen
Die Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats in Fulda hat erhebliche Bedenken gegen den „Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013“, durch den Vorrangflächen für den Bau von Windkrafträdern ausgewiesen werden, und fordert hier erhebliche Nachbesserungen, da die Kulturlandschaft des Fuldaer Landes und denkmalpflegerische Aspekte in dem Plan nicht genügend berücksichtigt worden sind. Eine detaillierte Stellungnahme zu dem Teilregionalplan hat das Bistum daher an das Regierungspräsidium und die Mitglieder der Regionalversammlung versandt.Musical „Auf Leben und Tod“ über den hl. Augustinus in Neuhof
Am Dienstag, 4. Juni, wird im Gemeindezentrum in Neuhof das Musical „Auf Leben und Tod – Bist du bereit für die Wahrheit?“ aufgeführt. Beginn ist um 19 Uhr. Es handelt sich bei dem Stück um eine Produktion der Emmanuel School of Mission (Altötting).Pfarrer Dr. Ernst 70 Jahre
Akademikerseelsorger Geistlicher Rat Pfarrer Dr. Norbert Ernst (Grebenstein) kann am 25. Mai seinen 70. Geburtstag begehen. Er wurde 1943 in Kassel geboren und legte 1962 am Realgymnasium in Rotenburg/Fulda die Abiturprüfung ab.RSS-Feeds abonnieren
News und Informationen aus dem Bistum - schnell und komfortabel via RSS





