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Kartendarstellung: Dekanate und Pastoralverbünde
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Bistum Fulda - Weltjugendtag 2011

„Der Glaube macht die Welt schöner“

Der ehemalige Fuldaer Weihbischof Ludwig Schick hält die erste Katechese für die Jugendlichen aus dem Bistum  
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick bei seiner Katechese in der Kirche Nostra Seniora del Moratalaz in Madridzoom

„Das war nicht von mir geplant“, sagte Erzbischof Ludwig Schick zu seiner Zuordnung zum Katechesenort des Bistums Fulda. „Die Einteilung war rein zufällig. Ich habe mich aber riesig gefreut, die Katechese zu halten“, sagte der Bamberger Erzbischof, der von 1998 bis 2002 Weihbischof in Fulda war. Mit diesen persönlichen Wurzeln eröffnete er auch seine Katechese zum Thema „Fest im Glauben“. Er berichtete den versammelten Jugendlichen aus dem Bistum Fulda und dem Bistum Dresden-Meissen wie er in seiner Jugend gerade von den einfachen Menschen beeindruckt war. „Sie arbeiteten hart, hielten aber die Sonntagsruhe“, so Schick in der Kirche Nostra Seniora del Moratalaz. „Dieses vorbildliche Leben aus dem katholischen Glauben machte auch mich fest im Glauben. Ich erkannte, wie Gilbert Chesterton es einmal sagte: Religion heißt nicht nur in die Kirche beten gehen, sondern den Glauben in der Welt beständig leben.“ Schick lud die Jugendlichen in einer Meditationspause ein, selbst über ihren Glauben und die persönliche Bedeutung nachzudenken.

 
 

Den zweiten Teil begann er mit dem Satz: „Der Glaube ist Inhalt und Gehalt.“ Wenn ein jeder Katholik vom Glaubensbekenntnis überzeugt sei, werde aus dem Inhalt des Glaubens Gehalt für das Leben. „Dabei heißt fest stehen im Glauben nicht statisch zu sein, sondern lebendig die Beziehung zu Christus zu pflegen“, so Schick. Das sei aber nicht theoretisch, sondern ganz praktisch zu verstehen: „Ihr sollt in eurem Glauben am Leben Jesu teilnehmen, in der Liturgie, im Gebet, im Kampf gegen die Sünde und im Einsatz für andere.“ Die Jugendlichen hatten im Anschluss wieder eine Zeit der Stille, um über das Glaubensbekenntnis nachzudenken und sich dadurch mehr mit Christus zu verbinden.
Daraufhin dachte Erzbischof Ludwig Schick über die Wirkung des Glaubens nach. Er zitierte Martin Walser, der sagte: „Der Glaube macht die Welt schöner als es die Wissenschaft.“ Schick erläuterte, wie der Glaube auf die großen Fragen des Menschen Antworten gebe. Zudem sei er auch ein gesicherter moralischer Leitfaden, eine Perspektive, mit der man gut leben könne. Letztlich gebe der Glaube auch Antwort angesichts des Todes: „Mit Thomas Morus können wir sagen: Es gab noch nie einen Christen, der auf dem Sterbebett seinen Glauben bereute.“

Erzbischof Schick erhielt als Dankeschön ein gelbes Fuldaer Halstuchzoom
Erzbischof Schick erhielt als Dankeschön ein gelbes Fuldaer Halstuch

In einem vierten Schritt gab Schick den Jugendlichen Tipps für ein Leben aus dem Glauben mit auf den Weg. Neben einem aktiven Glaubensleben sei auch dem Mut zum Zeugnis wichtig. „Betet vor dem Essen, auch wenn ihr bei McDonalds seid. Habt Mut, eurem Glauben zu bekennen“, rief Schick den Jugendlichen zu. In punkto Glaubenszweifeln sagte er: „Pflegt euren Glauben, nicht den Glaubenszweifel.“ Dazu gab der heutige Bamberger Erzbischof den jungen Pilgern auch drei „B-Vitamine“ mit auf den Weg: Beten, Beichten, Besuch. In der Liebe zu Gott, dem Eingeständnis der eigenen Schuld und der tätigen Nächstenliebe werde der Glaube mehr und mehr gefestigt. „Dann werdet ihr sehen: er ist eine Welt, in der man leben kann und der das Leben schöner macht“, beendete Schick seine Katechese.
Im Anschluss beantwortete er den Jugendlichen Fragen und feierte die Heilige Messe, bei der die anwesenden Fuldaer Priester konzelebrierten. Nach der Feier sagte er auf die Frage nach den schönsten Erinnerungen aus Fulda: „Ich werde meine erste Kaplansstelle in Neuhof nie vergessen. Dort war ich sehr gern und mir fiel es schwer dort wegzugehen. Ich kenne noch heute viele. Außerdem hat mir die Lehrtätigkeit als Professor an der Theologischen Fakultät Fulda viel Freude bereitet. Neben der bewegenden Bischofsweihe im Fuldaer Dom ist mir auch noch die Zeit in Rothemann, Kerzell und Hattenhof im Gedächtnis, woi ich von 1981 bis 2002 lebte.“
Die Katechese und der Gottesdienst wurden vom Blasorchester des Fuldaer Marianums musikalisch ausgestaltet. Auch das freute den gebürtigen Marburger. „Ich habe mich über die schöne Musik sehr gefreut und kenne das Marianum noch gut“, so Schick.

Das Jugendblasorchester des Marianums Fulda gestaltete Katechese und Heilige Messezoom

Nach der Katechese strömten die verschieden Kleingruppen aus und erkundeten die Stadt. Am Abend gab das Jugendblasorchester noch ein Konzert bei Treffen der Marianisten in der Schule Santa Maria del Pilar, die der Fuldaer Gruppe zusammen mit Franzosen und Engländern als Quartier dient.

Bilder und Text: Sebastian Pilz

 
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Neuer Schwung für die Kirche? Bilanz des Eucharistischen Kongresses.

 
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10.000 Zeichen der Solidarität - himmlische Hilfe in kürzester Zeit
Nur 72 Stunden hatten die Kinder und Jugendlichen der 270 hessischen Aktionsgruppen ab Donnerstagnachmittag um 17:07 Uhr Zeit, um ihr soziales oder ökologisches Projekt zu realisieren. Auch der Schirmherr der Aktion im Bistum Fulda, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, dankt den Kindern und Jugendlichen für ihren Einsatz: "Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ war rundherum ein toller Erfolg. Ich danke ganz herzlich allen Jugendlichen, allen Koordinierungskreisen und allen anderen Organisatorinnen und Organisatoren und auch allen Einrichtungen, die sich daran beteiligt haben."
Geschafft! 72 Stunden die Welt ein Stück besser gemacht!
Die Aktionsgruppen haben es geschafft: In nur 72 Stunden haben die Kinder und Jugendlichen in ganz Hessen die Welt ein Stück besser gemacht. In gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeit haben sie bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den Wettlauf gegen die Zeit gewonnen und unzählige Projekte realisiert.
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