Bistum Fulda - Weltjugendtag 2011
Die schönsten Erlebnisse beim Weltjugendtag
Die jungen Pilger sind wieder im Alltag angekommen und geben Zeugnis
Papst Benedikt XVI. fragte die Jugendlichen am Ende der Heilige Messe auf dem Flugplatz Cuatro Vientos: „Eure Freunde werden wissen wollen, was sich in euch verändert hat, nachdem ihr in dieser großartigen Stadt mit dem Papst und mit Hunderttausenden von Jugendlichen aus aller Welt zusammengewesen seid: Was werdet ihr ihnen sagen?“
Um diese Frage zu beantworten, braucht es Zeit die Erlebnisse von Madrid zu verarbeiten und auch in den Kleingruppen auszutauschen. Ein erster Schritt dazu ist das schönste Erlebnis, dass die Teilnehmer nach Hause mitnehmen. Einige aus der Kleingruppe Eiterfeld, die mit Pfarrer Markus Blümel in Madrid war, machten sich am Flughafen Madrid, kurz vor ihrer Heimreise nach Frankfurt, Gedanken über die Frage nach dem persönlichen Höhepunkt des katholischen Großereignisses.
Tessa Nophut (17) aus Arzell antwortet: „Für mich war das Schönste unsere Besuch im Anbetungszelt im Retiro-Park. Als wir dort waren, kamen gerade das Weltjugendtagskreuz und die Ikone herein und das war sehr bewegend. Auch die Anbetung vor dem Allerheiligsten war etwas ganz besonderes.“
Janik Wieczorek (14) aus Großentaft sagt auf die Frage: „Mich hat der Friedensgruß bei der Abschlussmesse auf Cuatro Vientos bewegt. Jeder wünschte ihn anders, in seiner Sprache, und das war beeindruckend.“
Franziska Kircher (18) aus Dittlofrod meint: „Die Eröffnungsmesse war komplett in Spanisch und wir und die Jugendlichen um uns herum haben nichts verstanden. Als dann aber das Halleluja angestimmt wurde, sang jeder, egal aus welchem Land, einfach mit. Das war toll.“

Pfarrer Markus Blümel dazu: „Ich habe wieder neu erfahren, die Kirche ist und bleibt jung. Außerdem hat mir das Erlebnis von Cuatro Vientos gezeigt, dass die Kirche trotz widriger Einflüsse von außen Einiges aushalten kann.“
Paulina Hauser (18) aus Eiterfeld antwortet: „Als bei der Vigil der Sturm hereinbrach, die Bildschirme und der Ton ausfielen, dachte ich, dass der Papst wegfährt oder sich in ein Gebäude begibt. Aber er blieb doch da, trotz des Regens und das fand ich sehr bestärkend.“
Der Papst dankte am Ende der Vigil den Jugendlichen für ihre Ausdauer und Widerstandsfähigkeit. Wörtlich sagte er: Wir haben gemeinsam ein Abenteuer erlebt. Fest im Glauben an Christus habt ihr im Regen ausgehalten. Bevor ich jetzt gehe, möchte ich euch allen gute Nacht wünschen. Ruht euch gut aus! Danke für das Opfer, das ihr bringt und das ihr – ich bin sicher – großzügig für den Herrn leistet. Wir sehen uns morgen, so Gott will. Ich erwarte euch alle. Ich danke euch für das wunderbare Zeugnis, das ihr gegeben habt. Genau wie in dieser Nacht werdet ihr mit Christus immer die Prüfungen eures Lebens bestehen. Vergeßt das nicht! Danke euch allen.“
Auch in der Abschlussmesse ermutigte der Papst die Jugend, vor den anderen ein mutiges Zeugnis christlichen Lebens abzulegen. „So werdet ihr ‚Sauerteig’ für neue Christen sein und dafür sorgen, daß im Herzen vieler Menschen Kirche kraftvoll aufbricht“, so der Papst zu Beginn des Angelusgebetes.
Andrea Koob, Referentin für religiöse Bildung im Bischöflichen Jugendamt, wünscht sich, dass die Erlebnisse von Madrid Früchte tragen: „Ich bin mir sicher, dass der Weltjugendtag für viele Teilnehmer ein Impuls war, den Glauben stärker zu leben und sich mit ihm auseinanderzusetzen. Dies wird auch die Jugendseelsorge im Bistum neu beleben“, so Koob. Alle Daheimgebliebenen, aber auch alle Teilnehmer sind herzlich zum Fest des Glaubens sm 10. September 2011 nach Dietershausen eingeladen. Dort soll auch das offizielle Nachtreffen des Weltjugendtages stattfinden. Es wird auch eine Übernachtung von Samstag auf Sonntag angeboten, um eine richtige Weltjugendtagsstimmung zu gewährleisten.
Text und Bilder (sofern nicht anders angegeben): Sebastian Pilz
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