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300 Jahre Dom zu Fulda

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Kartendarstellung: Dekanate und Pastoralverbünde
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Aktuelles Bischofswort - zum Sonntag 2. Oktober 2011

Neid und Missgunst

Dem Sündenfall Adams und Evas, sein zu wollen wie Gott, folgt unmittelbar die zweite Ursünde: der Neid, die Missgunst, das Nicht-Ertragen der Entfaltung des anderen. Die Geschichte von Kain und Abel ist ein Urbild dafür (Gen 4). Die Stärke und Begabung des anderen wird als Schwäche und Einschränkung der eigenen Möglichkeiten erlebt. Kaum eine Versuchung nagt so am Innersten des Menschen. Sie zerstört jede intensive Beziehung, die ja gerade die Entfaltung des anderen will, und die Beziehung zu Gott, dessen Größe den Menschen niemals klein hält, dessen Größe die Schwäche des Menschen nicht braucht, sondern die Bedeutung seines Ebenbildes mit erhöht.

In dem Gleichnis von den Tagelöhnern, die ein Gutsbesitzer von der Straße holt (Mt 20, 1-16), erhalten die Arbeiter, die sich den ganzen Tag in glühender Hitze im Weinberg abgerackert haben, zwar den vereinbarten Lohn, doch zur allgemeinen Überraschung bezahlt der Herr die Arbeiter der letzten Stunde in gleicher Höhe. Unter dem Gesichtspunkt der erbrachten Leistung erscheint das als nicht gerecht. Aber nach der Logik der größeren Gerechtigkeit Gottes offenbart es die Chance, die Gott auch dem letzten noch gibt. Sollen wir neidisch und missgünstig sein wegen seiner Gutheit, seiner Vergebung und Barmherzigkeit?

Das Johannes-Evangelium schließt mit einer bezeichnenden Szene (Joh 21). Jesus hat Petrus gerade bis in die Tiefe herausgefordert: „Liebst du mich mehr als diese? Liebst du mich überhaupt?“
Nach der Beteuerung seiner Liebe bekommt Petrus seinen Auftrag: „Weide meine Lämmer!“, aber auch die Zusage des Leidens in seiner so sehr beteuerten Liebe. Großes ist Petrus übertragen und verheißen, aber er will doch noch wissen, was nun mit Johannes wird, dem Lieblingsjünger des Herrn: „Was wird denn mit ihm?“ In ungewöhnlicher Härte antwortet Jesus dem Petrus: „Was geht dich das an? Du folge mir nach!“ (Joh 21, 22).

Bis in den engsten Kreis um Jesus reicht also die Neigung zum Vergleich, so etwa auch bei den wiederholten Streitereien der Jünger, wer unter ihnen wohl der Größte sei (Lk 9, 46; 22, 24; Mk 10, 35ff). Es ist die Versuchung zum Neid, zur Missgunst, die den Blick versperrt für das, was Gott mit uns vorhat.

Freilich gibt es bei den vielen Enttäuschungen und Frustrationen in unser aller Leben genug Anlässe, die Neid geradezu provozieren. Dazu gehören auch soziale Schieflagen und Ungerechtigkeiten, gegen die besonders Christen angehen müssen. Aber gerade weil diese Haltung bis in den Kern des Alltäglichen geht, ist sie so gefährlich und zerstörerisch, so krankmachend und lähmend.

Dabei sollten wir einen Aspekt nicht übersehen, den der Hl. Bernhard von Clairvaux uns geschenkt hat. In einem Brief an seinen alten Freund Papst Eugen III. schreibt er: „Gönne dich dir selbst!“ Das heißt: Lass dir Zeiten der Freude und der Muße für dich selbst, genieße die Momente der Entspannung, der Selbstfindung und neuen Verwurzelung in dir und in Gott. Sonst wirst du ungenießbar und gönnst auch den anderen Menschen nicht mehr ihr Leben und ihre Entfaltung. Wer sich selbst nichts gönnt, gönnt auch anderen nichts, verliert sich selbst und mag sich selbst nicht mehr. Und erst recht nicht Gott, der für uns alle nichts mehr will als das Leben in Fülle (Joh 10, 10).
 
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Eucharistischer Kongress 

Neuer Schwung für die Kirche? Bilanz des Eucharistischen Kongresses.

 
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Das neue Gotteslob kommt im Advent - hier die neuesten Informationen.

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Aktuelle Meldungen

10.000 Zeichen der Solidarität - himmlische Hilfe in kürzester Zeit
Nur 72 Stunden hatten die Kinder und Jugendlichen der 270 hessischen Aktionsgruppen ab Donnerstagnachmittag um 17:07 Uhr Zeit, um ihr soziales oder ökologisches Projekt zu realisieren. Auch der Schirmherr der Aktion im Bistum Fulda, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, dankt den Kindern und Jugendlichen für ihren Einsatz: "Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ war rundherum ein toller Erfolg. Ich danke ganz herzlich allen Jugendlichen, allen Koordinierungskreisen und allen anderen Organisatorinnen und Organisatoren und auch allen Einrichtungen, die sich daran beteiligt haben."
Geschafft! 72 Stunden die Welt ein Stück besser gemacht!
Die Aktionsgruppen haben es geschafft: In nur 72 Stunden haben die Kinder und Jugendlichen in ganz Hessen die Welt ein Stück besser gemacht. In gemeinsamer ehrenamtlicher Arbeit haben sie bei der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) den Wettlauf gegen die Zeit gewonnen und unzählige Projekte realisiert.
Fähig werden, Menschen neugierig zu stimmen
In einer Eucharistiefeier im Dom zu Fulda hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Donnerstag knapp 40 Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus der Diözese die „Missio canonica“ (kirchliche Lehrbeauftragung) erteilt.
Orientierung geben inmitten der Gleichgültigkeiten der Welt
„Gott, der uns berufen hat, ist treu; er wird das Entscheidende tun!“ So in Anlehnung an Offb 1,6 das Fazit der Predigt von Bischof Heinz Josef Algermissen am Mittwoch beim traditionellen Priestertag der Diözese in Fulda.
Verleihung des Josef-Leinweber-Preises
Der Förderkreis der Theologischen Fakultät Fulda e.V. verleiht den Josef Leinweber-Preis 2012/2013, der alle drei Jahre vom Förderkreis der Theologischen Fakultät verliehen wird. In diesem Jahr geht der mit 2.600 € dotierte Preis an Herrn Dipl.-Theol. Torsten W. Müller MA aus Erfurt.
 

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