Aktuelles Bischofswort - zum Sonntag 13. November 2011
Auf den Wegen Gottes
Mobilität ist eines der typischen Merkmale unserer Zeit. Unterwegs sind wir alle. Viele aber wissen nicht wohin, sie hasten ziellos und planlos durch ihr Leben. Das ist die Kehrseite der Mobilität: Sie erhöht die Gefahr der Orientierungslosigkeit. Der Weg ist, wie immer wieder behauptet wird, nicht das Ziel. Manche gehen unterwegs verloren oder bleiben auf der Strecke. Pilgernde kennen nicht nur den Weg, sondern wissen auch um die Kostbarkeit des Zieles. Darum lassen sie sich den Weg dorthin viel kosten.
So ist die Pilgerschaft ein Sinnbild für unser ganzes Leben, denn „unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott“ (Augustinus). Weil aber unsere wahre Heimat, wie wir in der Liturgie dieser Tage immer wieder erinnern, nicht auf dieser Erde zu finden ist, sondern im Himmel (vgl. Phil 3, 20), deshalb brechen Menschen immer wieder auf.
So auch ein junger katholischer Franzose. Vom Mittelmeer bis an den Mont Saint-Michel an der Kanalküste hat Falk van Gaver Frankreich durchquert: 1.300 Kilometer zu Fuß, ohne einen Cent in der Tasche, stets um Kost und Logis bettelnd, auf Pilgerschaft von Pfarrhof zu Kloster. Wie er dabei seinen Mitmenschen und besonders Gott näher gekommen ist, schildert sein auch sprachlich faszinierendes Tagebuch, das dieser Tage erschienen ist (Falk van Gaver, Auf den Wegen Gottes – Mittellos durch Frankreich, Augsburg 2011).
Am Ende seines geistlichen Abenteuers, nach acht Wochen unterwegs, fasst er sozusagen als geistliches Resultat zusammen und mahnt zugleich: „Betet für die Einheit der Kirche, damit in ihr und in jedem von uns das Band der Liebe wächst! Damit wir ihr nahtloses Gewand nicht noch mehr zerreißen.“ Dann zitiert er den Kirchenvater Origines: „Die Kirche ist der Kosmos des Kosmos“ (Seite 206).
Wirklich ein lesenswertes Buch und auch ein Begleiter durch die bevorstehende Adventszeit!



Aktuelle Meldungen
Kirchliche Sendungen im Hörfunk
In einer katholischen Morgenfeier am Sonntag, 26. Mai, um 7.30 Uhr im 2. Programm des Hessischen Rundfunks (hr2-kultur) wird Monsignore Pfarrer Elmar Gurk (Fulda) die Ansprache halten. Marcus C. Leitschuh (Kassel) wird vom 27. bis 31. Mai sowie am 2. Juni innerhalb der Sendereihe „Übrigens …“ auf hr4 zu hören sein. Den „Zuspruch“ im ersten Programm des Hessischen Rundfunks (hr1) wird in der Woche vom 27. Mai bis 1. Juni Dr. Peter Felix Ruelius (Fulda) übernehmen.Jugendlobpreis in der Michaelskirche
Am Sonntag, 2. Juni, findet um 18 Uhr ein Jugendlobpreis in der Michaelskirche statt. Im Jahr des Glaubens stehen die Lobpreisgebete unter der Überschrift „Feel the Spirit!“. Jugendpfarrer Thomas Renze wird dazu eine Katechese halten.Bistum Fulda fordert Nachbesserungen bei Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen
Die Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats in Fulda hat erhebliche Bedenken gegen den „Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013“, durch den Vorrangflächen für den Bau von Windkrafträdern ausgewiesen werden, und fordert hier erhebliche Nachbesserungen, da die Kulturlandschaft des Fuldaer Landes und denkmalpflegerische Aspekte in dem Plan nicht genügend berücksichtigt worden sind. Eine detaillierte Stellungnahme zu dem Teilregionalplan hat das Bistum daher an das Regierungspräsidium und die Mitglieder der Regionalversammlung versandt.Musical „Auf Leben und Tod“ über den hl. Augustinus in Neuhof
Am Dienstag, 4. Juni, wird im Gemeindezentrum in Neuhof das Musical „Auf Leben und Tod – Bist du bereit für die Wahrheit?“ aufgeführt. Beginn ist um 19 Uhr. Es handelt sich bei dem Stück um eine Produktion der Emmanuel School of Mission (Altötting).Pfarrer Dr. Ernst 70 Jahre
Akademikerseelsorger Geistlicher Rat Pfarrer Dr. Norbert Ernst (Grebenstein) kann am 25. Mai seinen 70. Geburtstag begehen. Er wurde 1943 in Kassel geboren und legte 1962 am Realgymnasium in Rotenburg/Fulda die Abiturprüfung ab.RSS-Feeds abonnieren
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