Freigerichter Jugendliche beim Weltjugendtag in Sydney
Weihbischof Diez feiert ersten Gottesdienst mit Pilgern aus dem Bistum
Freigericht/Sydney. Mit einem riesigen Beifall empfingen die 270 Jugendlichen aus dem Bistum Fulda Weihbischof Karlheinz Diez gestern in Sydney. Besonders lautstark begrüßten die 21 Freigerichter den gebürtigen Horbacher zu seinem ersten Gottesdienst mit den heimischen Pilgern in "Down Under". Weihbischof Diez reiste am vergangenen Sonntag nach Australien. Die Freigerichter Jugendlichen brachen bereits am 6. Juli gemeinsam mit Pfarrer Stephan Buß und Diakon Robert Kümmel zum 23. Weltjugendtreffen mit dem Papst auf.
Mit der großen Zahl von 270 Jugendlichen liegt das Bistum Fulda hessenweit an der Spitze. Weil nicht alle gleichzeitig die weite Reise um den Globus antreten konnten, gehörte die Freigerichter Gruppe dem ersten von drei verschiedenen Flügen an. Bei einem Zwischenstopp in Hongkong besichtigten sie die Stadt und trafen mit Kardinal Zen zusammen. Der Kirchenmann berichtete aus erster Hand über das Leben der Christen in China. Auf ihrer zweiten Station war die Pilgergruppe aus dem Bistum Fulda in der australische Kleinstadt Goulburn, nahe Canberra, zu Gast. Dort stand das Kennenlernen von Land und Leuten im Mittelpunkt des Programms. Mit dem gestrigen Gottesdienst in der Aula der Holy Cross Primary School im Stadtteil Bondi Junction beginnen für die Jugendlichen die Kerntage des 23. Weltjugendtreffens in Sydney. Im Mittelpunkt stehen Gespräch und Glaubensvertiefung. Darauf stimmte Weihbischof Karlheinz Diez die Jugendlichen in seiner Ansprache ein. Er erinnerte an das Kreuz und den Schriftzug "Jesus", den die Jugendlichen auf ihrer Busfahrt von Goulburn am Himmel über Sydney gesehen hatten. Ein Kunstflieger hatte diese Zeichnung zum Abschluss eines Pilgerzuges, bei dem das Weltjugendtagskreuz durch die Innenstadt der australischen Metropole getragen wurde, in den Himmel gemalt. "So schön wie das Bild war, so schnell war es auch wieder weg", gab Weihbischof Diez zu denken. Dieses Verpuffen sei ein Symbol für den Glauben in der Gesellschaft. "Beim Weltjugendtag soll es anders sein: Christus darf Format in unseren Seelen, in unserer Gemeinschaft und in der Kirche haben", betonte der Weihbischof von Fulda. Er forderte die Jugendlichen auf, gemeinsam in diesen Tag von Sydney, den Namen Jesu in ihr Leben fest einzuschreiben.
Den Dank für die Anreise von Weihbischof Diez zum Weltjugendtag drückten die Jugendlichen am Ende des Gottesdienstes in einem erneuten Beifallssturm aus. Diez richtete die herzlichen Grüße von Bischof Heinz Josef Algermissen an die Jugendlichen und dankte für den Jubel: "Ich freue mich außerordentlich sehr, dass ihr in Sydney seid und Fulda so gut vertreten ist." Der Weihbischof wünschte den Jugendlichen großartige Tage voller Glaubensstärkung und bereichernden Begegnungen. Dabei steht Weihbischof Diez den Jugendlichen jederzeit für Anfragen und Gespräche zur Verfügung. Am Mittwoch wird er eine Glaubensunterweisung mit Diskussion und Gespräch zum Thema "Gerufen vom Heiligen Geist" halten.
Aller drei Jahre finden die großen Weltjugendtreffen mit dem Papst an einem anderen Ort auf dem Globus statt. Das vergangene große Weltjugendtreffen war 2005 in Köln. Zur Abschlussmesse kamen damals 1,2 Millionen Jugendliche. In Sydney rechnet der Veranstalter - das Erzbistum der Millionenstadt - mit 225 000 Pilgern, von denen etwa 100 000 Einheimische sein werden. Die größte Pilgergruppe nach Australien stellen die USA und Italien. Deutschland ist mit etwa 6000 Jugendlichen die viertgrößte Pilgergruppe auf dem 23. Weltjugendtag in Syndey. Papst Benedikt XVI. reiste am vergangenen Sonntag nach Australien. In einem kirchlichen Gästehaus außerhalb der Stadt erholt er sich bis kommenden Donnerstag von den Strapazen der langen Reise. Höhepunkt wird die Abschlussmesse mit dem Papst am kommenden Sonntag unter freien Himmel sein. Die Fulda Pilgergruppe fliegt nach diesem Ereignis in den Norden Australien, um für einige Tage die Schönheit der Küstenstadt Cairns kennenzulernen. Die Freigerichter Jugendlichen werden als mit der letzten Gruppe am Sonntag den 27. Juli nach Hause zurückkehren.
(Sebastian Pilz)
15.07.2008
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