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Gottes Geist drängt Jugendliche zur Mission

Bischof Algermissen feierte Eröffnung des Weltjugendtags für Zuhausegebliebene in Hünfeld  

Hünfeld (bpf). Der Weltjugendtag sei eine Sammlungsbewegung, die zu einer Sendungsbewegung werden müssen, unterstrich Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen am Mittwoch abend in der vollbesetzten Klosterkirche zu Hünfeld. "Was die Jugendlichen hier in Hünfeld und beim Weltjugendtag in Australien erleben, das muß da, wo jeder von ihnen zu Hause ist, auch ankommen, sei es in den Familien, sei es in den Gemeinden", forderte der Oberhirte in seiner Predigt aus Anlaß der Eröffnung des "WJT@home", des "Weltjugendtags für Zuhausegebliebene" vor mehreren hundert Gottesdienstbesuchern. Der Bischof rief die jungen Leute besonders dazu auf, gerade dort als Sauerteig und missionarisch zu wirken, wo die Erwachsenen dies nicht mehr könnten, und wünschte ihnen Kraft durch Gottes Geist und Segen für ihre Begegnung.

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Provinzial Dr. Thomas Klosterkamp (Mainz) den Fuldaer Bischof herzlich willkommen geheißen und betont, daß die Kirche auf den Aposteln begründet sei, deren Nachfolger der Papst und die Bischöfe seien. Bischof Algermissen begrüßte seinerseits die jugendlichen Pilger und Erwachsenen und zeigte sich froh darüber, daß er in den vergangenen Tagen telefonisch mehrfach Kontakt mit Jugendlichen aus dem Bistum in Australien gehabt habe. Algermissen versprach sich von der Ausrichtung des Weltjugendtags auf Jesus als den Grund christlicher Hoffnung Impulse für die Neuevangelisierung Deutschlands.

In seiner Predigt nahm Bischof Algermissen, ausgehend von einer Mund-zu-Mund-Beatmung bei einem Autounfall, Bezug auf Gottes Lebensatem, dem er dem Menschen bei seiner Erschaffung einhauchte und der sich auch im Johannesevangelium in Jesu Anhauchen der Jünger nach seiner Auferstehung von den Toten wiederfindet. "Jesus gibt ihnen das Beste, was er hat, nämlich den Heiligen Geist in seinem Lebensatem", so der Oberhirte weiter. Dieser Heilige Geist sei auch zu "uns heute" geschickt, damit "wir als Kirche und als Einzelne leben können". Der Lebensatem Gottes sei wichtig für die jungen Menschen vor Ort wie auch in Sydney. In einer Welt, die von Härte und Kälte gekennzeichnet sei, schenke Jesus durch seinen Lebensgeist die Kraft, seine Zeugen zu sein. "Der Atem des Auferstandenen gibt Mut, die eigene Feigheit zu besiegen und zu bekennen, daß wir die beste aller Botschaften haben, und dies der Welt zu verkünden." Es gelte, auch mutig zu sein gegenüber denen, die heutzutage die Kirche lächerlich machten und von oben herab behandelten.

Die Besucher des Gottesdienstes erlebten eine mitreißende und farbenfrohe Feier in der vollbesetzten Kirche. Für Pater Felix Rehbock OMI, einen der Mitorganisatoren, war der Gottesdienst der Höhepunkt des Tages. "Man hat wirklich gespürt, daß die Menschen etwas erwarten und Gottes Geist erlebbar ist." Im Anschluß an den Gottesdienst, bei dem neben Bischof Algermissen und dem Provinzial der Oblaten zahlreiche Priester aus dem Bistum Fulda und befreundete Geistliche aus Afrika und Asien mitwirkten, zogen die Teilnehmer in Prozession zum Eröffnungsabend in den Klosterpark. Die Jugendlichen des Vorbereitungsteams, die Tanzgarde aus Großenbach und der Verwandlungskünstler Dietrich animierten die Gäste durch ihre gelungenen musikalischen und tänzerischen Beiträge zum Mitklatschen und Mittanzen. Nach einigen organisatorischen Hinweisen und einem einfachen Abendessen im Klostergarten wurden die 120 Gäste des Weltjugendtags in Hünfeld ihren Gastfamilien vorgestellt und sind in die umliegenden Orte gefahren. Am Donnerstag erwartete die angemeldeten Teilnehmer ein buntes Programm bestehend aus Katechesen, Gebet und sportlicher Freizeitgestaltung.
 

17.07.2008

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