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Bistum Fulda - Karte

Weihbischof Diez weihte sieben Diakone

„Die heilende Liebe Gottes erfahrbar machen“  

Fulda (bpf). Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez hat am 24. April im überfüllten Fuldaer Dom im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes vier Priesteramtskandidaten und drei Bewerbern für den Ständigen Diakonat die Diakonenweihe gespendet. Zu Diakonen geweiht wurden Andreas Bieber aus der Pfarrei St. Jakobus in Hünfeld, Manuel Peters aus der Pfarrei St. Franziskus zu Bad Soden-Salmünster/Romsthal, Christian Schwierz aus der Pfarrei St. Jakobus in Hünfeld und Roman Warnecke aus der Pfarrei Christus Erlöser zu Baunatal sowie im Hinblick auf den Ständigen Diakonat Michael Huf aus der Pfarrei Mariae Himmelfahrt in Burghaun, Gerhard Jungmann aus der Pfarrei St. Johannes der Täufer zu Amöneburg und Stephan Weigand aus der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit in Neustadt/Hessen.

In seiner Predigt machte der Weihbischof die Kandidaten darauf aufmerksam, daß es bei der christlichen Diakonie nicht nur um einen zwischenmenschlichen Vorgang, sondern um mehr gehe, nämlich „um einen Vorgang zwischen Christus und den Notleidenden und Armen, vermittelt durch Euren selbstlosen Dienst“. Die, die zu Diakonen geweiht würden, hätten eine besondere Sendung, ausgerüstet mit der Kraft des Heiligen Geistes, „welcher der Geist der göttlichen Lieben“ sei. Die Tatsache, daß es gerade an diesem Tag sieben Kandidaten seien, verweise auf die Zahl „sieben“, die bereits im Neuen Testament für die Ganzheit stehe. Die Diakone sollten durch ihren Dienst die heilende Liebe Gottes, die in Jesus Christus zu den Menschen gekommen sei, auch heute in der Welt sichtbar und erfahrbar machen, hatte Diez zu Beginn seiner Ansprache betont.

Wo Menschen dem Höchsten und Größten dienen, erfüllten sie das „Gesetz Christi“, das Gesetz des Tragens, nämlich einer des anderen Last, wie dieser es vorgelebt habe, stellte der Weihbischof heraus. Jesus erwarte vom anderen niemals das, was er nicht habe. Jesus habe den anderen immer da in Anspruch genommen, wo er glaubte, daß dieser aus der Fülle schöpfe. Dadurch werde dieser sich der Fülle bewußt, er bekomme Freude am und im Schenken, und er öffne sich. „Jesus ließ sich ganz einfach brauchen, ohne viele Bedenken, ob der andere ein Recht auf diese Liebe hat, ob er ihn etwa mißbrauchen könnte“, unterstrich Diez weiter. Deshalb gelte: „nicht bloß Liebe haben, sondern Liebe sein“. Es gehe nicht an, dazusein und Eigenschaften zu haben, unter ihnen auch die Eigenschaft Liebe; von Liebe könne erst dort gesprochen werden, wo sie der Rhythmus, der Weg und die Mitte des Lebens sei. Diese Liebe Jesu Christi verdeutlichte der Weihbischof anhand des Matthäus-Evangeliums über seine zweite Brotvermehrung, wo er sich als Hirte seines Volkes erwies und Gott als einen menschenfreundlichen Gott bezeugte.

„Gott sieht den Menschen auch in seiner leiblichen Not und mit heftigerem Schmerz als wir untereinander“, zeigte sich Weihbischof Diez überzeugt. Gott wolle, daß alle Menschen satt und gesund seien. „Im Königtum Gottes geht es nicht nur um geistige Werte und innere Haltungen. Das dürfen die Jünger nicht vergessen, wenn sie der tausendfältigen Not ihrer Mitmenschen, die hungern und frieren und darben, begegnen.“ Der ganze Mensch solle für die Erlösung bereitet werden und zum himmlischen Gastmahl gelangen.

Christsein bedeute durch die Taufe in das Ostermysterium des Todes und der Auferstehung Jesu Christi eingetaucht sein, so Diez weiter. Der Apostel Paulus habe dies, bezogen auf seine eigene Existenz, im Brief an die Gemeinde von Philippi, den er im Gefängnis schrieb, prägnant ausgedrückt: „Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen. So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen“. Der eingekerkerte Apostel habe dabei vor allem Anteil an den Leiden Christi. Dennoch spreche er zuerst von der Auferstehung und nicht vom Karfreitag. „Seine Perspektive erstreckt sich über alle Bedrängnis in der Gegenwart hinaus und reicht hinein in die österliche Herrlichkeit des auferstandenen Christus.“

26.04.2010

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