Bistum Fulda
„Betreuungsgeld ist zu kurz gedacht“
Fulda. Der Familienbund der Katholiken kritisiert das von der Koalition verabschiedete Betreuungsgeld als zu kurz gedacht. „Statt einer Beschränkung auf Eltern, die für ihre Kinder keine Fremdbetreuung in Anspruch nehmen, brauchen wir eine Leistung für das zweite und dritte Lebensjahr für alle Eltern. Elterliche Aufmerksamkeit und Sorge sind unteilbar und verdienen unabhängig von der konkreten Ausgestaltung gleichermaßen Anerkennung und Förderung, “ sagte der Landesvorsitzende des Familienbundes, Hubert Schulte, in Fulda.
Der Familienbund fordert eine Anschlussleistung an das Elterngeld in Höhe von 300 Euro für alle Eltern. Diese Leistung soll den finanziellen Druck mindern, der durch den Verdienstausfall infolge der häuslichen Betreuung eines Kindes entsteht, oder helfen, Mehrbelastungen durch die Inanspruchnahme von Angeboten der Kinderbetreuung zu reduzieren. Die dreijährige Elternzeit, die eine freie Wahl der Betreuungsform in der für Kinder besonders sensiblen ersten Lebensphase ermöglichen soll, kann diese Funktion nur erfüllen, wenn sie während des gesamten Zeitraums finanziell flankiert wird. Das derzeitige Elterngeld erstreckt sich lediglich auf das erste Lebensjahr des Kindes und muss deshalb ergänzt werden. Im Sinne eines erweiterten Elterngeldkonzepts muss der Mindestbetrag des Elterngeldes deshalb auf das zweite und dritte Lebensjahr des Kindes erstreckt werden.

11.11.2011
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Redaktion: Christof Ohnesorge
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