Bistum Fulda
In „gläubiger Gelassenheit“ dem Bistum gedient
Fulda (bpf). Mit einer Eucharistiefeier und anschließendem Empfang hat Bischof Heinz Josef Algermissen am Mittwoch im Priesterseminar zwei langjährige Abteilungsleiter im Bischöflichen Generalvikariat, Finanzdirektor Franz Reuting und Personaldirektor Thomas Schlimme, verabschiedet. Reuting ist nach 20-jährigem, Schlimme nach 46-jährigem Wirken im Bistum zum 31. Dezember 2011 in den Ruhestand getreten. In „gläubiger Gelassenheit“ hätten beide dem Bistum treu gedient, betonte der Bischof am Ende seiner Predigt und dankte Reuting und Schlimme für die gemeinsamen zehn Jahre. Im Hinblick auf ihren neuen Lebensabschnitt hob Algermissen hervor, dass das Leben von Geburt an ein Aufbruch sei, dass man sich aber treu bleiben müsse. „Aufbruch und Bleiben müssen umgeben sein von der Liebe Christi“, so der Bischof.
Beim Empfang im Refektorium des Priesterseminars würdigte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke vor Gästen aus Kirche und Gesellschaft sowie ihren Familien die Tätigkeit der beiden scheidenden Abteilungsleiter. „Für diejenigen, die haupt- oder ehrenamtlich in der Kirche mitarbeiten, ist eine dreifache Kompetenz notwendig: die fachliche Kompetenz, die menschlich-kommunikative Kompetenz und auch eine spirituelle Kompetenz, d. h. die Bereitschaft, den Dienst im Geist des Evangeliums wahrzunehmen“, unterstrich Stanke. Reuting und Schlimme hätten sich um das Bistum Fulda verdient gemacht und es in vielen Gremien vertreten. Franz Reuting ist Ständiger Diakon und lebt in Kassel. 1991 wechselte er aus der freien Wirtschaft in den Dienst des Bischöflichen Generalvikariats in Fulda, zunächst als Innenrevisor, und wurde 1993 zum Finanzdirektor ernannt. Mit großer Umsicht und Weitblick habe er die Finanzen des Bistums verwaltet und Rücklagen gebildet. Thomas Schlimme war seit seiner Ausbildung ab 1965 im Generalvikariat tätig und wurde 1995 Personaldirektor. Mit besonderem Engagement widmete er sich der Schaffung einer Arbeitsvertragsordnung (AVO). Er wirkt weiter in der Bistums-KODA mit und nimmt ehrenamtlich die Vertretung der Geschäftsführung des SkF Fulda wahr.
Für den Diözesankirchensteuerrat ergriff dessen Vorsitzender Heribert Meixner (Eschwege) das Wort und betonte, beide Abteilungsleiter hätten in der Zusammenarbeit mit dem Gremium gezeigt, dass sie ihre Arbeit „als Berufung ansehen und nicht nur als Job“. Für die Finanzdirektoren der Nachbardiözesen sprach der Mainzer Finanzdirektor Eberhard von Alten und hob dabei insbesondere den reichen Erfahrungsschatz Reutings im Bereich der kirchlichen Finanzen hervor. Als Vertreter der Finanzabteilung stellte Dieter Griebel mit viel Humor die menschliche Seite des scheidenden Finanzdirektors heraus, der seinen Mitarbeitern in der Erfüllung ihrer Aufgaben freie Hand gelassen und sie zu motivieren verstanden habe. Ein „fairer Mannschaftskapitän“ mit viel Teamgeist sei auch Personaldirektor Schlimme den Mitarbeitern seiner Abteilung gewesen, betonte dessen Amtsnachfolger Jörg Schnarr. Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV), Klaus Depta, stellte die fruchtbare Zusammenarbeit der MAV mit Personaldirektor Schlimme und die umsichtige Arbeit von Finanzdirektor Reuting heraus, die Arbeitsplätze gesichert habe. Die beiden scheidenden Direktoren sprachen zum Schluss ihrerseits ein Dankeswort.

13.01.2012
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Redaktion: Christof Ohnesorge
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