Bistum Fulda
Zum Berater der Bischofskonferenz ernannt

Fulda (bpf). Der Fuldaer Moraltheologe Prof. Dr. Rupert Maria Scheule ist auf der Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe in Regensburg zum Berater der Kommission Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz ernannt worden.
Rupert Scheule, seit März 2010 Ordentlicher Professor für Moraltheologie und Christliche Sozialwissenschaften an der Theologischen Fakultät Fulda, stammt aus Ottobeuren/Unterallgäu. Er studierte in Wien, Würzburg und Augsburg neben katholischer Theologie auch Geschichte und Germanistik. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Christliche Sozialethik an der Universität Augsburg, leitete anschließend ein eigenes Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ehe er Akademischer Rat am Augsburger Lehrstuhl für Moraltheologie wurde. Scheule promovierte im Jahr 2000 mit einer empirischen Studie über das Beichtverhalten im 20. Jahrhundert. Seine Habilitationsschrift „Gut entscheiden. Eine Werterwartungstheorie theologischer Ethik“, die er im Dezember 2006 abschloss, wurde 2008 mit dem „Kardinal-Wetter-Preis“ ausgezeichnet. Vor seinem Wechsel nach Fulda war Scheule zwei Semester lang Professor für Philosophie und Ethik am Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund.
Scheule beschäftigt sich unter anderem mit der Bedeutung der Entscheidungstheorie für die theologische Ethik und versucht immer wieder, die theologische Forschungsarbeit auch für die Praxis fruchtbar zu machen. So entwickelte er auf der Basis seiner entscheidungstheoretischen Arbeit ein spezielles Design ethischer Fallbesprechungen in Kliniken, das an mehreren bayerischen Krankenhäusern zur Anwendung kommt.
Prof. Scheule ist verheiratet und hat vier Kinder. Als Ständiger Diakon wirkt er nebenberuflich auch in der Seelsorge.

06.03.2012
Bischöfliche Pressestelle
36001 Fulda / Postfach 11 53
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Redaktion: Christof Ohnesorge
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