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300 Jahre Dom zu Fulda

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Kartendarstellung: Dekanate und Pastoralverbünde
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Bistum Fulda - Karte

 

Bistum Fulda

Karwoche und Ostern im Dom

Kathedral- und Pontifikalgottesdienste zur Feier vom Leiden und Sterben sowie der Auferstehung Christi – Musica sacra mit mehreren Chören  
Karwoche und Ostern im Dom

Fulda (bpf). Am Palmsonntag beginnt die Heilige Woche oder Karwoche, in der die Kirche des Leidens und Sterbens und an Ostern dann der Auferstehung Christi gedenkt. Im Fuldaer Dom ist am Palmsonntag (1. April) um 7.45 Uhr ein Familiengottesdienst mit Palmweihe und Prozession. Der Dompfarrchor wird in dem Gottesdienst singen. Um 11.15 Uhr ist feierliche Segnung der Palmzweige in der Michaelskirche, danach Prozession zum Dom. Das anschließende Pontifikalamt zum diözesanen Weltjugendtag um 11.30 Uhr wird Bischof Heinz Josef Algermissen halten. Der Fuldaer Jugendkathedralchor unter Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber wird moderne Chorsätze, zum Teil im Wechsel mit der Gemeinde, singen, begleitet von einer Band. An der Orgel Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser, der zum Auszug eine Improvisation spielt. Weitere Eucharistiefeiern sind das Pfarramt um 9.30 Uhr und die Abendmesse um 18.30 Uhr.


Am Gründonnerstag (5. April) wird Bischof Heinz Josef Algermissen mit den Priestern des Bistums um 9.30 Uhr im Dom die „Chrisam-Messe“ feiern. Sie hat ihren Namen von den heiligen Ölen, die an diesem Tag geweiht werden und bei der Sakramentenspendung sowie kirchlichen Segnungen und Weihen in den Gemeinden Verwendung finden. Der Hauptgottesdienst am Gründonnerstag, das feierliche Abendmahlsamt, findet wieder um 19.30 Uhr statt. Zelebrant ist ebenfalls Bischof Algermissen. Der Domchor Fulda unter Leitung von Domkapellmeister Huber wird die „Missa quinti toni“ von O. di Lasso sowie Chorsätze von W. Menschick, F. Peters und A. Bruckner singen; an der Orgel Domorganist Kaiser. Die Kirche gedenkt bei der Abendmahlsfeier, mit der das österliche Triduum vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung Christi eröffnet wird, vor allem der Einsetzung der heiligen Eucharistie.


Am Karfreitag (6. April), an dem das Leiden und Sterben Christi im Mittelpunkt steht, zieht im Gedenken an den Opfertod Jesu um 9.30 Uhr wieder die traditionelle Karfreitagsprozession vom Dom aus zur Stadtpfarrkirche. Um 15 Uhr beginnt im Dom die Karfreitagsliturgie mit Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunionfeier, die Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez zelebriert. Der Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Huber singt dabei „Christus factus est“ von A. Bruckner, „Popule meus“ von G. P. da Palestrina, „Adoramus te“ von Q. Gasparini und „O Haupt voll Blut und Wunden“ von J. S. Bach (im Wechsel mit der Gemeinde).


Am Ostersonntag (8. April) beginnt um 5 Uhr im Dom die Osternachtliturgie. An Lichtfeier und Wortgottesdienst mit Erneuerung des Taufbekenntnisses schließt sich die österliche Eucharistiefeier an. Zelebrant ist Domdechant Prof. Dr. Werner Kathrein. Scholagesänge zur Osternacht singt der Jugendkathedralchor-Männerstimmen. Die Auferstehung Christi, das älteste Fest der Christenheit und Höhepunkt des Kirchenjahres, wird am Ostermorgen in der Fuldaer Kathedralkirche mit feierlichen Gottesdiensten begangen, die auch kirchenmusikalisch herausragend mitgestaltet werden. So wird der Dompfarrchor beim Auferstehungsamt um 7.45 Uhr die „Krönungsmesse“ von W. A. Mozart singen. Um 9.30 Uhr feiert Bischof Algermissen ein Pontifikalamt (Lateinisches Hochamt), zu dessen Abschluss er den Päpstlichen Segen erteilt. Der Domchor unter Leitung Franz-Peter Hubers wird bei diesem Gottesdienst die „Messe in G“ von F. Schubert, das „Halleluja-Amen“ aus „Dixit et Magnificat“ von W. A. Mozart und das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von G. F. Händel singen. An der Domorgel Prof. Kaiser. Das Domorchester wirkt ebenfalls mit. Weitere Eucharistiefeiern im Dom sind das Osterhochamt um 11.30 Uhr und die Abendmesse um 18.30 Uhr. Um 17.45 Uhr ist Osterandacht mit sakramentalem Segen in der Marienkapelle.


Am Ostermontag (9. April) wird Domdechant Prof. Kathrein um 9.30 Uhr im Dom ein Kathedralamt feiern. Der Jugendkathedralchor (A-, B- und C-Chor) unter Leitung des Domkapellmeisters wird dabei Chorsätze von W. Byrd, M. Franck, J. Rheinberger, B. Rose und J. Reimann singen; an der Orgel Prof. Kaiser. Ansonsten sind die Gottesdienstzeiten wie an Sonntagen. Das Pfarramt um 11.30 Uhr wird als Familiengottesdienst gefeiert.

 

* * *


 

Stichwort: Ostern
Christen glauben an Leben nach dem Tod

 

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Im Zentrum des christlichen Glaubens steht das Bekenntnis, dass der Gottessohn durch sein Leiden und Sterben am Kreuz den Menschen den Weg zum ewigen Leben geöffnet hat. Höhepunkt des Kirchenjahres ist daher die Feier des heiligen Triduums (lat. „Zeitraum von drei Tagen“), die sich von Gründonnerstagabend bis Ostersonntagmorgen erstreckt. An diesen drei heiligen Tagen, die durch die Liturgie zu einer Feier verknüpft sind, werden Leiden und Tod, Grablegung und Auferstehung Christ in der Liturgie begangen. Die Gläubigen vollziehen den Gang zum Kreuz und zum Grab rituell nach. Sie sind sich bewusst, dass sie dadurch selbst zu Zeugen dieser historischen Ereignisse werden. Sie hören am Ostertag den Ruf des Engels am Grab, der im Markusevangelium überliefert ist: „Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier“.


Als Termin für das Osterfest legte die erste allgemeine Kirchenversammlung, das Konzil von Nizäa, im Jahr 325 den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fest. Aus diesem Grund variiert das Osterdatum von Jahr zu Jahr. Mit einer fünfzigtägigen Festzeit, an deren Ende das Pfingstfest (griech. „pentekosté = der fünfzigste Tag“) steht, wird das Ostergeschehen gefeiert. Zuvor stehen die vierzig Tage der Vorbereitung der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnen. Die Zählung der Tage ergibt sich durch den Umstand, dass die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind.


Die Feier der Osternacht wird seit der Urkirche als eine nächtliche Liturgie begangen. Sie soll nach Sonnenuntergang beginnen und beendet sein, wenn das Licht am Ostermorgen erstrahlt. Im römischen Ritus der katholischen Kirche gliedert sich die Osternacht in vier große Teile. Am Beginn wird ein Osterfeuer gesegnet, an dem die Osterkerze entzündet wird. In feierlicher Prozession wird die Kerze in die dunkle Kirche gebracht und ein feierlicher Lobgesang (Exsultet) auf das Licht angestimmt. Sodann folgt ein längerer Wortgottesdienst. In den Lesungen erinnern sich die Gläubigen an die wunderbaren Taten Gottes in der Geschichte, die Erschaffung der Welt und den Durchzug Israels durchs Rote Meer. Eingeleitet durch das Orgelspiel, das seit dem Gründonnerstagabend verstummt war, wird das Halleluja gesungen und anschließend der biblische Auferstehungsbericht verlesen. Darauf folgen die Weihe des Taufwassers und vielerorts die Taufe von Erwachsenen oder Kindern. Dadurch werden Menschen in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. In der anschließenden Eucharistiefeier (griech. „eucharistein = Dank sagen“) wird dann das Ereignis der Auferstehung festlich begangen. Hier empfangen die Gläubigen auch die hl. Kommunion (lat. „communio = Gemeinschaft“).

27.03.2012


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Redaktion: Christof Ohnesorge

 
 
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