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Bistum Fulda

„Störenfriede sollt ihr sein!“ – Pontifikalamt mit Bischof Algermissen in Trier

Trier/Fulda. „Der Glaube an die Erlösung durch Kreuz und Auferstehung führt von selbst in den Aufstand gegen alle Formen des gesellschaftlich wie wirtschaftlich oder militärisch organisierten Todes.“ Das hat der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen in seiner Predigt am 15. April im Trierer Dom betont. Christen seien zwar keine Friedensstörer, „aber sie müssen sich massiv als Störenfriede dort betätigen, wo immer die Mächte des Todes am Werk sind – sei das im privaten, im gesellschaftlichen wie im politischen Bereich“, sagte der Bischof. Man könne nicht an das alles verändernde Leben der Auferstehung glauben, ohne sich um die Verbesserung der irdischen Lebensbedingungen in unserer kleinen und der weiten Welt zu mühen.

Vor Beginn des Gottesdienstes hatte der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann seinen Amtskollegen aus Fulda und die ihn begleitende Pilgergruppe herzlich begrüßt: „Bischof Algermissen hat ganz spontan und schon früh seine Zusage gegeben, gemeinsam mit den Gläubigen im Trierer Dom Gottesdienst zu feiern. Vielleicht liegt es ja daran, dass auch Du Deine frühen Wurzeln im Bistum Trier hast und die Verbindung hierher nie verloren hast“, sagte Bischof Ackermann. Ein herzliches Willkommen rief er auch den Teilnehmern des dritten Deutschen Seminaristentages zu. Priesteramtsanwärter und Verantwortliche für die Priesterausbildung aus allen Diözesen Deutschlands waren an diesem Morgen in den Trierer Dom geströmt. Papst Benedikt der XVI. hatte eine Grußbotschaft an die Seminaristen gesandt. In dieser betont der Heilige Vater: „Das stille Innehalten vor dem Heiligen Rock kann für alle Seminaristen Gelegenheit sein, sich das Bild vom nahtlosen Gewand zu eigen zu machen und den Herrn zu bitten, dass er Nadel und Faden in ihrem Leben führe, damit auch ihr Gewand immer mehr zu seinem priesterlichen Gewand werde, zum Gewand des guten Hirten, der durch das Kreuzesopfer sein Leben für die Schafe hingibt. Auch heute braucht es Männer, die sich mit der Kirche identifizieren, wie sich Christus mit ihr identifiziert hat, und als Priester ihr ganzes Leben für sie einsetzen.“

Auch Bischof Algermissen wandte sich in seiner Predigt mit bittenden und zugleich mahnenden Worten an die jungen Priesterkandidaten: „Sie haben sich für einen der schönsten Berufe entschieden. Ihnen wird ein Schatz übergeben, den Sie fürsorglich behandeln müssen, sonst verrottet er Ihnen unter den Händen. Bleiben Sie standhaft und folgen sie unermüdlich Ihrer Berufung!“ Der Leibrock Christi sei ein Symbol der Einheit der Kirche als Leib Christi. Mit Sorge betrachte er Entwicklungen, die diese Einheit in Frage stellten und auch die Gefahr der Vereinzelung, die auch in der Kirche deutlich breit mache. „In unserer Situation ist das Trierer Pilgergebet und Leitwort ‚und führe zusammen, was getrennt ist’ geradezu eine flehentliche Bitte um Gottes Erbarmen und Hilfe. Ich bete dafür, dass von hier aus ein geistlicher Impuls in alle deutschen Bistümer geht.“

Vom 13. April bis 13. Mai 2012 lädt das Bistum Trier zur Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier ein. Dann wird erstmals seit 1996 der Heilige Rock wieder im Trierer Dom zu sehen sein. Die Wallfahrt steht unter dem Leitwort „und führe zusammen, was getrennt ist“. Der Heilige Rock, die Tunika Jesu Christi, ist die bedeutendste Reliquie des Trierer Doms. Dort wird er verschlossen und nicht sichtbar aufbewahrt. Die Geschichte des Heiligen Rocks ist ein Gewebe aus Legenden und Überlieferungen. Helena, die Mutter Kaiser Konstantins, soll ihn im 4. Jahrhundert nach Trier gebracht haben. Bereits am 6. Mai ist das Bistum Trier in ein Jahr der geistlichen Vorbereitung gestartet. Informationen rund um die Heilig-Rock-Wallfahrt gibt es im Internet unter www.heilig-rock-wallfahrt.de oder im Wallfahrtsbüro, Tel. 0651/7105-8012.

16.04.2012


Bischöfliche Pressestelle
36001 Fulda / Postfach 11 53
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Redaktion: Christof Ohnesorge

 
 
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Kirchliche Sendungen im Hörfunk
In einer katholischen Morgenfeier am Sonntag, 26. Mai, um 7.30 Uhr im 2. Programm des Hessischen Rundfunks (hr2-kultur) wird Monsignore Pfarrer Elmar Gurk (Fulda) die Ansprache halten. Marcus C. Leitschuh (Kassel) wird vom 27. bis 31. Mai sowie am 2. Juni innerhalb der Sendereihe „Übrigens …“ auf hr4 zu hören sein. Den „Zuspruch“ im ersten Programm des Hessischen Rundfunks (hr1) wird in der Woche vom 27. Mai bis 1. Juni Dr. Peter Felix Ruelius (Fulda) übernehmen.
Jugendlobpreis in der Michaelskirche
Am Sonntag, 2. Juni, findet um 18 Uhr ein Jugendlobpreis in der Michaelskirche statt. Im Jahr des Glaubens stehen die Lobpreisgebete unter der Überschrift „Feel the Spirit!“. Jugendpfarrer Thomas Renze wird dazu eine Katechese halten.
Bistum Fulda fordert Nachbesserungen bei Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen
Die Bauabteilung des Bischöflichen Generalvikariats in Fulda hat erhebliche Bedenken gegen den „Teilregionalplan Energie Nordhessen 2013“, durch den Vorrangflächen für den Bau von Windkrafträdern ausgewiesen werden, und fordert hier erhebliche Nachbesserungen, da die Kulturlandschaft des Fuldaer Landes und denkmalpflegerische Aspekte in dem Plan nicht genügend berücksichtigt worden sind. Eine detaillierte Stellungnahme zu dem Teilregionalplan hat das Bistum daher an das Regierungspräsidium und die Mitglieder der Regionalversammlung versandt.
Musical „Auf Leben und Tod“ über den hl. Augustinus in Neuhof
Am Dienstag, 4. Juni, wird im Gemeindezentrum in Neuhof das Musical „Auf Leben und Tod – Bist du bereit für die Wahrheit?“ aufgeführt. Beginn ist um 19 Uhr. Es handelt sich bei dem Stück um eine Produktion der Emmanuel School of Mission (Altötting).
Pfarrer Dr. Ernst 70 Jahre
Akademikerseelsorger Geistlicher Rat Pfarrer Dr. Norbert Ernst (Grebenstein) kann am 25. Mai seinen 70. Geburtstag begehen. Er wurde 1943 in Kassel geboren und legte 1962 am Realgymnasium in Rotenburg/Fulda die Abiturprüfung ab.
 

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