Bistum Fulda
Monsignore Karl-Stephan Fischer gestorben
Fulda (bpf). Im 90. Lebensjahr und im 60. Jahr seines Priestertums ist am 15. April in Fulda Studiendirektor i. R. Monsignore Karl-Stephan Fischer gestorben.
Monsignore Fischer wurde am 2. Oktober 1922 in Fulda geboren, wo er 1941 sein Abitur ablegte. Nach dem Militärdienst studierte er zunächst als Kriegsgefangener in Chartres und dann von 1947 bis 1952 in Fulda und München Philosophie und Theologie. Die Priesterweihe empfing er am 27. Juli 1952 durch Bischof Dr. Johannes Baptist Dietz. Danach begann er seinen priesterlichen Dienst als Konviktsassistent in Fulda und war sodann als Kaplan in Amöneburg tätig. Von 1954 bis 1956 studierte er klassische Philologie in Marburg. Nach der Referendarzeit am Domgymnasium in Fulda unterrichtete er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1983 Religion und Latein an der Fuldaer Marienschule der Mary-Ward-Schwestern (heute: Congregatio Jesu). 1965 wurde er Fachleiter für katholische Religion. Mit den Schülerinnen und Schwestern feierte er zahlreiche Gottesdienste und betonte immer, dass das persönliche Beispiel und Engagement des Religionslehrers unerlässlich sei. Fischer wirkte zudem als Gaukaplan des Bundes Neudeutschland in Hessen, Präses der Marianischen Congregation und Geistlicher Beirat des KKV (Katholisch-Kaufmännischer Verein, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung). Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Ausbilder war er Mitglied von Lehrplankommissionen des Kultusministeriums für das Fach Religion sowie Vorsitzender der gemischten Kommission für Religionsunterricht in der Schule der Würzburger Synode. 1980 wurde ihm in Anerkennung seiner Verdienste von Papst Johannes Paul II. der Titel „Päpstlicher Kaplan“ (Monsignore) verliehen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst unterrichtete er von 1983 bis 1998 die Studenten der Theologischen Fakultät in der lateinischen Sprache. Von 1986 bis 1997 leitete er das Ordensreferat im Generalvikariat und war von 1982 bis 2005 Zelebrant in der Benediktinerinnenabtei zur Heiligen Maria.
Das Requiem für den Verstorbenen findet am Montag, 23. April, um 11.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Lukas in Fulda statt; anschließend ist die Beerdigung um 13.15 Uhr auf dem Zentralfriedhof in der Künzeller Straße.

17.04.2012
Bischöfliche Pressestelle
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Redaktion: Christof Ohnesorge
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