Bistum Fulda
Stephan Balkenhol in Sankt Elisabeth Kassel
Katholische Kirche öffnet zur documenta-Zeit eigenen Raum für Gegenwartskunst

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„Wir brauchen die Künstler“ – 1.300 Besucher bei Eröffnung der Stephan-Balkenhol-Ausstellung in Sankt Elisabeth Kassel
Mit etwa 1.300 Menschen war die Sankt-Elisabeth-Kirche in Kassel am Sonntagnachmittag, 3. Juni, bis auf die allerletzten Sitz- und Stehplätze besetzt. Kaum jemand verließ die über zweistündige Veranstaltung, die mit berührender Musik und nachdenkenswerten Beiträgen erstaunliche wie überraschende Blicke auf die Kunstwerke von Stephan Balkenhol in Sankt Elisabeth bot.
Kassel. Der Künstler Stephan Balkenhol zeigt bis zum 18. September neue und bestehende Werke im Kirchenraum von Sankt Elisabeth in Kassel. Das Bistum Fulda und die Katholische Kirche Kassel konnten den international bekannten Bildhauer dazu gewinnen, mit seinen Skulpturen und Reliefs die Kasseler Kirche am Friedrichsplatz zu gestalten. Bereits zum dritten Mal nimmt die Katholische Kirche vor Ort die documenta-Zeit als Gelegenheit wahr, einen eigenen Raum für Gegenwartskunst zu öffnen. Damit beteiligt sie sich am lokalen sowie globalen Ideenaustausch und dem gerade während der documenta inspirierenden öffentlichen Dialog darüber, was Kunst sein und was sie bewirken kann.
Stephan Balkenhol hat sieben großformatige Holzrefliefs für das Mittelschiff geschaffen, eine weibliche Figur für die Turmkapelle und eine männliche „Figur auf goldener Kugel“ für die Freifläche hoch oben im Glockenturm von Sankt Elisabeth. Die Themen sind Liebe, Schmerz, Tod, Kreuz, Wahrnehmen, Hintersinn, Einatmen, Ausatmen, Tanz, Segen. Daneben werden Balkenhols bekannte Werke „sempre più“ und „Großer Kopf“ zu sehen sein. Am Sonntag, 3. Juni, um 16 Uhr wird die Ausstellung durch den Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen eröffnet. Zur Vernissage kommt ein musikalisches Werk zur Uraufführung: „All in War with Time for Love“. Der Schriftsteller und Komponist Helmut Krausser vertonte auf Einladung von Stephan Balkenhol zwei Shakespeare-Sonette für sechsstimmigen A-Capella Chor. Bis zum 18. September wird Sankt Elisabeth dann täglich für Besichtigungen geöffnet sein. Führungen finden mittwochs, samstags und sonntags statt.
Neben der Ausstellung gibt es ein Veranstaltungsprogramm mit Vorträgen unter anderem von Prof. Dr. Elmar Salmann (auf der Vernissage), Pater Friedhelm Mennekes, Prof. Dr. Wolfgang Ullrich, Prof. Dr. Johanna Rahner, Prof. DDr. Thomas Sternberg, Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern und Prof. Dr. Ilse Müllner. Musikalische Höhepunkte sind zwei neunstündige Live-Musik Konzerte in Kooperation mit der Musikakademie der Stadt Kassel während der kompletten Öffnungszeit an den Samstagen des 16. Juni und 8. September. Der Aufbau in Sankt Elisabeth hat begonnen – öffentlich sichtbar ist die männliche „Figur auf goldener Kugel“ für die Freifläche hoch oben im Glockenturm von Sankt Elisabeth. Wesentlich gefördert wird „Stephan Balkenhol in Sankt Elisabeth“ vom Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst e. V. München. Hauptsponsor sind die Versicherer im Raum der Kirchen, Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge. Auch die Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn, fördert die Ausstellung großzügig. Weitere Sponsoren sind Galerie Löhrl, Zumtobel Licht, Aachener Grundvermögen, Pax-Bank, Allianz Global Investors, Plansecur, HelabaInvest, Ingenieurbüro D+B+H Bachmann, Axel Bergmann-Stiftung, Bankhaus Metzler, Bank Sarasin, AKG Verwaltungsgesellschaft, Theod. Mahr Söhne.

30.05.2012
Bischöfliche Pressestelle
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Telefon: 0661 / 87-299 / Telefax: 87-568
Redaktion: Christof Ohnesorge
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