Bischofswort zum 18. Juni 2017

Strategische Ziele woraufhin?

Von Bischof Heinz Josef Algermissen

Wir haben in unserem Bistum, wie die anderen deutschen Bistümer auch, in den letzten Jahren viel über Strukturen und finanzielle Prognosen nachgedacht und gesprochen. Das war auch nötig. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass Strukturen nur Korsett sind, nicht der Leib. Was nützt ein Korsett, wenn kein Leib da ist? Darum ist es dringend erforderlich, dass wir wieder von der Kirche als dem „Leib Christi“ sprechen, wie es der Apostel Paulus in seinen Briefen in eindrucksvoller Weise tut.


Die gegenwärtige Not des strukturellen Umbaus besteht aus meiner Sicht vor allem darin, dass uns zumeist die Vision fehlt, wie Kirche und Gemeinden in Zukunft aussehen sollen. Es fällt leichter, etwas hinter sich zu lassen, wenn man das Neue als Gewinn erkennt. Aber genau damit tun wir uns schwer. Was wir hinter uns lassen, wissen wir ziemlich genau. Aber was liegt vor uns? Wie stellen wir uns die Zukunft der Kirche vor? 

 

Für mich steht fest: Wer sich die Zukunft als bloße Verlängerung der Vergangenheit oder der Gegenwart vorstellt, hat es schwer, in den kirchlichen Veränderungen Gottes Geist zu erspüren. In meinem Fastenhirtenbrief 2002 hatte ich es bereits angedeutet: „Der neue Aufbruch, den unser Bistum braucht, kann bisweilen Abschied von vertrauten Vorstellungen und Rückbau bedeuten… Ich bin überzeugt: Wenn alles nur bleibt, wie es ist, bleibt am Ende nichts, wie es ist; es wird weniger.“


Gottes Verheißungen sind mehr als die Gegenwart, mehr auch als vorhandene begrenzte Möglichkeiten. Ich glaube fest, dass ER für uns viel mehr bereithält, als wir uns vorstellen und wir in strategischen Zielen zur Sprache bringen können. Hätten sich die Jünger Jesu auf die Prognosen von Zukunftsberatern, auf Statistiken und Tendenzbarometer verlassen, hätte ihre Mission niemals die Grenzen Galiläas überschritten.


Ich bin mir sicher: Der Aufbruch beginnt bereits mit dem Betreten des richtigen Weges. Darum ist der Ausgangs- und Bezugspunkt unseres gemeinsamen zukünftigen Weges so wichtig: Die Grundlage all unserer Überlegungen ist die Erlösung der Menschen durch Jesus Christus, durch sein Leben, Sterben und seine alles verändernde Auferstehung. Wenn wir diese Grundlage aus den Augen verlören, wären unsere strategischen Ziele und Projekte nurmehr Überbau ohne geistliche Verortung.

 

Darum haben wir uns bemüht, die „Pastoralen Leitlinien“ an der Quelle zu verorten und den fundamental geistlichen Weg auch bei den strategischen Zielen nicht aus den Augen zu verlieren. Für die zukünftige Pastoral bedeutet das: Der Abschied von der additiven Pastoral muss einhergehen mit einer neuen Sichtweise und Organisationsform seelsorglicher Arbeit. Solche neue Form kann dann gewährleisten, auch morgen und übermorgen als Kirche in unserer Gesellschaft wirksam präsent zu sein. Vermutlich nicht mehr in einer flächendeckenden Omnipräsenz, wohl aber mit einem wahrnehmbaren geistlich profilierten Angebot, das wie Leuchttürme in Meeresnähe für die Menschen in unserem Bistum sichtbar ist.


 
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