Mann des Ausgleichs

Ehrendomkapitular Prälat Anton Schütz vollendet 80. Lebensjahr  

Fulda/Bonn (bpf). Am 28. Juni vollendet der Fuldaer Ehrendomkapitular Prälat Anton Schütz (Dietin-gen) das 80. Lebensjahr. Im Bistum Fulda hat er sich durch seine langjährige engagierte Tätigkeit als Ordinariatsrat und Abteilungsleiter im Bischöflichen Generalvikariat, als stellvertretender Generalvikar, Domkapitular und Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes große Verdienste erworben. Von 1975 an lag über zwei Jahrzehnte die Leitung der Bonner Zentralstelle Pastoral der Deutschen Bischofskonfe-renz in seinen Händen. Seinen Ruhestand verbringt er im Schwarzwald, nachdem er Ende 1996 im Hin-blick auf seine angeschlagene Gesundheit um Entpflichtung gebeten hatte.

Schon als junger Priester wurde Schütz hineingerufen in eine Vielfalt von Aufgaben, die er stets mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für andere wahrgenommen hat. Nie hat er versäumt, die geistli-che Dimension seiner Arbeit hervortreten zu lassen. Mit der Diözese des heiligen Bonifatius und der heiligen Elisabeth ist er bis heute fest verwachsen. 21 Jahre stand er im Sekretariat der Deutschen Bi-schofskonferenz vielen Bischöfen, Verbänden, Kommissionen und Konferenzen hilfreich und geduldig zur Seite und hat sich bei diesem aufreibenden und unermüdlichen Einsatz nicht geschont.

Geboren am 28. Juni 1930 in Lütter im Kreis Fulda, wuchs Anton Schütz in einer Familie mit vielen Geschwistern auf. Gelebter Glaube, Fleiß und Bescheidenheit sowie die selbstverständliche Bereit-schaft, füreinander dazusein und sich gegenseitig zu helfen, prägten seine Kindheit. Nach der Schulzeit, die durch den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen belastet war, absolvierte er von 1951 an seine philo-sophisch-theologischen Studien in Fulda und empfing am Passionssonntag, 6. April, 1957 durch den damaligen Weihbischof Adolf Bolte im Hohen Dom zu Fulda die Priesterweihe.

Nach zweijähriger Kaplanszeit in Neuhof wurde Schütz dann 1959 von Bischof Bolte zum „Bischöfli-chen Geheimsekretär“ berufen. Damit begann eine kirchliche Laufbahn, die von Aufgabe zu Aufgabe wachsende Verantwortung mit sich brachte. Als Ordinariatsrat übernahm Schütz 1970 die Leitung der neugeschaffenen Struktur- und Planungsabteilung im Fuldaer Generalvikariat. Im gleichen Jahr wurde er zum stellvertretenden Generalvikar ernannt und ihm der Titel eines „Päpstlichen Kaplans“ (Monsig-nore) verliehen. 1972 erfolgte die Ernennung zum Domkapitular, Ende 1973 wurde er zum Vorsitzen-den des Diözesan-Caritasverbandes berufen. Über seine Tätigkeit in der Bistumsverwaltung hinaus war Schütz Präses der Kolpingfamilie der Stadt Fulda und seit 1961 Diözesanpräses des Kolpingwerkes. 1975 entsprach der Fuldaer Diözesanbischof einer Bitte der Deutschen Bischofskonferenz und stellte Schütz für die Leitung der Kirchlichen Zentralstelle für pastorale Grundfragen und als Referenten für pastorale Fragen im Bonner Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz frei. Seine Ernennung zum Fuldaer Ehrendomkapitular im gleichen Jahr sollte das Band mit dem Heimatbistum aufrechterhalten. Von Papst Paul VI. wurde Schütz 1975 zum „Päpstlichen Ehrenprälaten“ ernannt.

Mit der Berufung in die damalige Bundeshauptstadt Bonn verband sich für Prälat Schütz von Anfang an eine Fülle von Aufgaben, die im Verlauf der Jahre noch erweitert wurden. Das Themenspektrum reichte von Altenarbeit über kirchliche Berufe bis „Woche für das Leben“, Paragraph 218, Ehe und Familie, Frauen- und Jugendseelsorge, Ökumene und spezielle Kontakte mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bibelarbeit und „Jahr mit der Bibel“, um nur einige Gebiete zu nennen. Ohne seine Kräfte zu schonen, hat Prälat Schütz all diese Aufgaben auf sich genommen und sich durch seine enga-gierte Tätigkeit hohes Ansehen erworben.

Als Mann des Ausgleichs verband er in seinem weiten Arbeitsfeld Offenheit und Kontaktfreudigkeit, Mut und Einfühlungsvermögen mit der Fähigkeit zu größtmöglicher Koordination, wobei ihm seine seelsorgliche Erfahrung auf den verschiedensten Ebenen zugute kam. Die Seelsorge als Bereitschaft zum Dienst für die Menschen ist ihm bis heute Lebensmitte geblieben. Im Oktober 2000 verlieh ihm Bundespräsident Johannes Rau in Anerkennung seines langjährigen ehrenamtlichen Engagements als Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholisches Altenwerk und sein entscheidendes Mitwir-ken an Gründung und Aufbau der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen den Ver-dienstorden am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen seiner ge-sundheitlichen Möglichkeiten steht Prälat Schütz weiterhin im seelsorglichen Dienst seiner jetzigen Wohngemeinde.

23.06.2010

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