Bistum Fulda

Prof. Lothar Ruppert verstorben

Fulda (bpf). Im 79. Lebensjahr und im 52. Jahr seines Priestertums ist am 17. September in Fulda Prälat Prof. Dr. Lothar Ruppert gestorben, wie das Bischöfliche Generalvikariat am Montag mitteilte.

 

Prof. Ruppert wurde am 23. März 1933 in Fulda-Neuenberg geboren. Nach dem Abitur 1953 am Fuldaer Domgymnasium absolvierte er seine philosophisch-theologischen Studien in Fulda und Würzburg. Er wurde am 2. April 1960 durch Bischof Dr. Adolf Bolte im Fuldaer Dom zum Priester geweiht. Danach war er zwei Jahre lang als Kaplan in Schwarzbach tätig. Zu weiterführenden Studien freigestellt, promovierte er 1964/65 an der Universität Würzburg zum Dr. theol. Thema seiner Dissertation war „Die Josephserzählung der Genesis – Ein Beitrag zur Theologie der Pentateuchquellen“. Bis zum Frühjahr 1968 war er als wissenschaftlicher Assistent an den Vereinigten Katholisch-Theologischen Seminaren der Universität Münster tätig, unterbrochen durch Spezialstudien am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom. Als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft erarbeitete Ruppert seine theologische Habilitationsschrift „Passio iusti. Eine motivgeschichtliche Untersuchung zum Alten Testament und zwischentestamentlichen Judentum“. Ende 1970 habilitierte er sich für das Fach „Alttestamentliche Exegese und biblisch-orientalische Sprachen“ an der Theologischen Fakultät der Universität Würzburg. Ruppert wirkte als Lehrbeauftragter an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Fulda, dann als Privatdozent in Würzburg und hatte zudem einen Lehrauftrag am Katholisch-Theologischen Seminar in Marburg. 1971 wurde er zum ordentlichen Professor für Altes Testament an der Ruhr-Universität zu Bochum ernannt. Am 1. April 1984 wurde Prof. Ruppert Professor für Altes Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg, wo er bis zu seiner Emeritierung 1998 tätig blieb. Im Jahre 1988 wurde Ruppert zum Mitglied der Päpstlichen Bibelkommission berufen. Gleichzeitig wurde ihm von Papst Johannes Paul II. der Titel „Päpstlicher Kaplan“ (Monsignore) verliehen. Im März 2003 ernannte der Heilige Vater Monsignore Ruppert in Anerkennung seiner Verdienste zum „Päpstlichen Ehrenprälaten“.

 

Besondere Forschungsschwerpunkte Prof. Rupperts waren von Anfang an Überlieferungsgeschichte und Theologie des Pentateuchs (also der fünf Bücher Mose) und speziell des Buches Genesis, wovon eine Reihe hochrangiger Publikationen Zeugnis ablegen. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit alttestamentlicher Motivgeschichte und der Theologie der Prophetenschriften, der Psalmen und spättestamentlichen Schriften, vor allem dem „Buch der Weisheit“, aber auch den frühjüdischen Apokryphen einschließlich der Qumranschriften sowie der Etymologie und Semantik hebräischer Worte. Zahlreich sind daher seine Aufsätze in Sammelbänden, Festschriften und wissenschaftlichen Zeitschriften. Besonders hervorzuheben ist seine kommentierende Einführung in das Dokument „Die Interpretation der Bibel in der Kirche“ der Päpstlichen Bibelkommission. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit wirkte er auch immer wieder in der Seelsorge, so in Bochum und Freiburg sowie in Lukas in Fulda Aschenberg und in Margretenhaun.

 

Die Eucharistiefeier für den Verstorbenen findet am Freitag, 23. September, um 12.30 Uhr in St. Andreas zu Fulda-Neuenberg statt; anschließend ist die Beerdigung auf dem Klosterfriedhof am Frauenberg.

19.09.2011


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