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Der Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropa-Hilfswerkes Renovabis, Professor Dr. Thomas Schwartz.
 

Der Ukraine Mut und Hoffnung geben

Renovabis-Geschäftsführer Schwartz betont Verbundenheit mit dem Bistum Fulda

Zwischen dem Bistum Fulda und dem katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis gibt es seit Langem eine tiefe Verbundenheit, aktuell vor allem in Bezug auf die Unterstützung der Ukraine. Vor Kurzem hielt Renovabis zudem seine bundesweite Diözesanvertreter-Versammlung im Fuldaer Bonifatiushaus ab. Hauptgeschäftsführer Pfarrer Prof. Dr. Thomas Schwartz betonte in einem Gespräch am Rande dieser Versammlung die Notwendigkeit eines gerechten Friedens für die vom russischen Angriffskrieg heimgesuchte Ukraine.

Nicht zuletzt durch die Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion 2022 im Fuldaer Dom gibt es mit dem Bistum Fulda ein „hervorragendes Miteinander“, sagte Pfarrer Schwartz. Gemeinsam habe man besonders in Bezug auf die Ukraine verschiedene Hilfsprojekte realisiert – gerade auch in diesem zu Ende gehenden Jahr. Fulda sei nun wegen seiner verkehrsgünstigen Lage in der Mitte Deutschlands als Konferenzort für die aktuelle Diözesanvertreter-Versammlung ausgewählt worden.

„Renovabis versteht sich als Zukunfts- und Hoffnungswerk“, unterstrich der Geschäftsführer. Gemeinsam mit Partnern vor Ort lasse man nicht nach in der Solidarität mit Staaten in Mittel- und Osteuropa. Partnern in 29 Ländern wird auf unterschiedliche Art und Weise Unterstützung zuteil.

„Für einen gerechten Frieden“

Was die Ukraine angeht, so sehne sich niemand so sehr nach einem „gerechten Frieden“ wie die Menschen in dem angegriffenen Land, so Schwartz. Man dürfe nicht über deren Köpfe hinweg verhandeln. Das Land brauche weitere Unterstützung. Schwartz warnte zugleich davor, Narrativen Glauben zu schenken, die auf perfide Art eine Täter-Opfer-Umkehr formulierten, um die Ukraine als Schuldigen dastehen zu lassen.

In diesem Zusammenhang bewertete er es als positiv, dass die Bereitschaft zur Unterstützung in Deutschland zugunsten des vom Krieg geplagten Land weiter groß sei und die einzelnen Hilfsmaßnahmen positive Resonanz fänden. „Es liegt an uns, angesichts der aktuell schweren Situation Mut und Hoffnung zu geben“, so der Renovabis-Geschäftsführer. Der Wunsch nach Frieden sei überall in der Ukraine gegenwärtig. Wenn es Putin wirklich ernst wäre mit einem gerechten Frieden, so hätte er schon längst ein Zeichen in diese Richtung setzen können, meint Schwartz.

Tägliches Leid

Was die aktuelle Diskussion betrifft, Russland diejenigen Gebiete zu überlassen, die es besetzt halte, „so müssen wir klar machen, was dies für die betroffenen Ukrainer bedeutet“, betonte Schwartz. Die Folgen zeigten sich bereits jetzt in besetzten Gebieten: unter russischer Besatzung würden dort Identitäten und die Kultur ausgelöscht, Menschen nach Gutdünken verhaftet und gefoltert, Kinder in Umerziehungslager gesteckt. „Dieses tägliche Leid offenbart, welche Folgen ein Friedensabkommen auf Kosten der Ukraine hätte“, so der Geschäftsführer von Renovabis.

Stichwort Renovabis: Solidarität mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Im März 1993 wurde Renovabis von der Deutschen Bischofskonferenz auf Anregung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken gegründet. Es ist damit das jüngste der 6 weltkirchlichen katholischen Hilfswerke in Deutschland: Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio, Caritas International, Kindermissionswerk „Die Sternsinger“.

Der Name stammt aus Psalm 104, 30: "Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen, und du erneuerst das Antlitz der Erde." Emitte Spiritum tuum, et creabuntur, et renovabis faciem terrae. www.renovabis.de

 
 
 

09.12.2025


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