„Die Shoah begann nicht mit Auschwitz. Sie begann mit Worten. Sie begann mit dem Schweigen und dem Wegschauen der Gesellschaft“, betont die in Budapest geborene Zeitzeugin der Nazi-Gräuel. Sie sage Jugendlichen, dass sie keine Schuld hätten für das im Holocaust Geschehene. Aber sie hätten eine Verantwortung für das, was jetzt passiert, und für die Zukunft. Und sie müssten sich mit Mut und Zivilcourage allem entgegenstellen, was Menschen ausgrenzt oder demütigt.
Rafael Herlich aus Frankfurt ist ebenfalls das Kind eines Holocaust-Überlebenden. Der 1954 in Tel Aviv geborene Fotograf lebt seit 1975 in Deutschland. Herlich trägt den Vornamen seines Großvaters. Von ihm und seiner Großmutter hat er ein altes Foto, das im Haus seines Vaters an der Wand hing. Er brachte es mit zum Akademieabend, zusammen mit weiteren Aufnahmen. Denn Herlich hat seine Familiengeschichte durch die Fotografie verarbeitet. Vor allem hält er jüdisches Leben fest – den Alltag, aber auch Feste und Gottesdienste in der Synagoge.
Einige Aufnahmen sind Bestandteil des Buchs „Nie gefragt – nie erzählt: Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“. Autor ist der langjährige FAZ-Journalist Hans Riebsamen. Herlich ist wie Szepesi einer der von Riebsamen Porträtierten. Texte aus dem Buch wurden beim Akademieabend von der Theaterpädagogin Katharina Fertsch-Röver vorgelesen.
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