Heilig Geist Vellmar

Gottesdienste am Sonntag

Aufgrund des kurzfristigen Ausscheidens des ehemaligen Pfarrers von Vellmar im Sommer 2017 musste schnellstmöglich eine neue Regelung zur Feier der Sonntagsgottesdienste getroffen werden. Diese sah vor, dass im sonntäglichen Wechsel in Immenhausen und Vellmar entweder eine Eucharistiefeier oder eine Wort-Gottes-Feier stattfinden sollte.


Nachdem diese Regelung einige Wochen durchgeführt wurde, meldeten sich Vertreter des Bistums Fulda in unserer Gemeinde und wiesen uns darauf hin, dass die damalige Regelung nicht den Vorgaben des Bistums Fulda für die Einführung und Durchführung sonntäglicher Wortgottesfeiern entspricht.

Pfarrer Schreiner schrieb hierzu:

"Nachdem man in der für Liturgie zuständigen Abteilung des Generalvikariats auf unser Vorgehen aufmerksam wurde, hat man uns darauf hingewiesen, dass unser Modell der sonntäglichen Gottesdienstfeiern nicht den geltenden Vorschriften im Bistum Fulda entspricht, und uns gebeten, es zu beenden.


Wir haben die Gemeinden in den Wochen vor Ostern über die Situation informiert, und gerade angesichts der Tatsache, dass unser Modell gut angenommen wurde, stießen die Vorschriften des Bistums auf Unverständnis in den Gremien beider Gemeinden und auch in den Gemeinden selbst, die sich in sonntäglichen Pfarrversammlungen entsprechend äußerten.


Beide Gemeinden haben jeweils einen Brief an die Bistumsleitung geschickt mit der Bitte, unser bisheriges Modell weiter zuzulassen. [...] Der Pfarrgemeinderat in Vellmar hat sogar eine Umfrage in der Gemeinde durchgeführt und die Ergebnisse an die Bistumsleitung weitergesendet. Die Gemeindemitglieder äußern in den zahlreichen Rückmeldungen mit überwältigender Mehrheit ihre Enttäuschung über die Vorgaben des Bistums Fulda bezüglich sonntäglicher Wortgottesfeiern und bitten um eine Änderung und Weiterzulassung unseres bisherigen Modelles."

 

Weiter schrieb Pfarrer Schreiner:

"Nicht zuletzt diese Umfrage in ihrer Eindeutigkeit hat dazu geführt, dass Weihbischof Dr. Karlheinz Diez und Diakon Dr. Stefan Wick als Vertreter der Bistumsleitung die hauptamtlichen Mitarbeiter der Gemeinde und die Vorsitzenden der Pfarrgemeinderäte zu einem Gespräch eingeladen haben, in dem nach einer tragbaren und den Vorschriften entsprechenden Lösung gesucht wurde.
 
Nach einem intensiven aber durchaus wohlwollendem Gespräch wurde folgende vorläufige Lösung gefunden:
 

  • Im April finden die Wortgottesfeiern wie bisher geplant und gewohnt weiter statt.
  • Ab Mai findet die samstägliche Vorabendmesse am 1. und 3. (und ggf. 5.) Sonntag in Vellmar statt.
  • Am 2. und 4. Sonntag findet die Vorabendmesse in Immenhausen statt.
  • Am 1. und 3. (und ggf. 5.) Sonntag findet die Feier der Heiligen Messe in Immenhausen um 10:30 statt.
  • Am 2. und 4. Sonntag findet die Feier der Heiligen Messe in Vellmar um 10:30 statt."


Da diese Regelung zunächst getestet und dann evaluiert werden sollte, gab es bereits am 12. Juni 2018 erneut Gespräche mit unserem Weihbischof Dr. Karlheiz Diez und dem Liturgiereferent Dr. Stefan Wick.

In der anschließenden PGR-Sitzung wurden die Ergebnisse des Gesprächs verkündet und der Weihbischof stellt sich den Fragen unserer Gemeindemitglieder.

Im Protokoll der PGR-Sitzung ist dazu festgehalten:


Ergebnisse des Gesprächs


Es wird versucht, im Pastoralverbund eine neue Gottesdienstordnung zu erarbeiten, die ermöglicht, dass sowohl in Vellmar als auch in Immenhausen am Sonntag eine Eucharistiefeier mit Pfarrer Schreiner stattfinden kann. Damit dies funktioniert, muss Pfarrer Schreiner anderweitig entlastet werden (Es gilt hier noch zu klären, ob die Vorabendmessen und der Gottesdienst sonntagsabends in Hohenkirchen durch einen anderen Pfarrer des Pastoralverbunds übernommen werden könnte.)

Die Gespräche über eine neue Gottesdienstordnung sollen so schnell wie möglich angegangen werden. Hier würden dann auch die Uhrzeiten für die jeweiligen Gottesdienste diskutiert werden.

Sollte sich zeigen, dass im Pastoralverbund keine passende Gottesdienstordnung erarbeitet werden kann oder die Umsetzung an anderen Problemen scheitert, wird erneut das Gespräch mit dem Weihbischof und dem Liturgiereferat gesucht werden, um eine andere Lösung herauszuarbeiten.


Ergebnisse aus der Fragerunde an den Weihbischof

Aufgrund des vorangegangenen Gesprächs über die Zukunft der Gottesdienste in unseren Gemeinden mit dem Weihbischof und dem Liturgiereferenten, ergab sich die Möglichkeit in der PGR - Sitzung Fragen an den Weihbischof zu stellen.

Zunächst beschrieb der Weihbischof einmal den ganzen Vorgang aus seiner Sicht: Er bedauert, dass nicht sofort Gespräche mit dem zuständigen Liturgiereferat geführt wurden, sondern eine Ordnung (die Wort - Gottes - Feiern am Sonntag) ohne Absprache eingeführt wurde . Aufgrund der bestehenden Ordnung, die er hier zitierte (nachzulesen in: Amtsblatt 2013 ), ist diese in Vellmar und Immenhausen eingeführte Regelung nicht zulässig, woran er in seinem ersten Schritt lediglich erinnerte. Wobei er das Engagement der Wort-Gottes-Leiterinnen nicht unterbinden wolle und sich sicher sei, dass tolle Wort-Gottes-Feiern gefeiert wurden.

Die Sorge des Bistums ist, dass die Menschen nicht mehr die Eucharistie als Quelle und Höhepunkt des Glaubens ansehen, da an ihre Stelle andere Gottesdienstformen treten und die Eucharistiefeier ersetzen. Daher ist sein Anliegen, gemeinsam mit der Gemeinde eine gute Lösung zu finden, die der Situation gerecht wird, die Stellung der Eucharistiefeier aber nicht schmälert.


Erst wenn sich zeigt, dass es keine Lösung gibt, in der am Sonntag (und dazu zählt auch die Vorabendmesse am Samstagabend) eine Hl. Messe stattfinden kann, müsse man darüber nachdenken, ob für unsere Situation der „Notfall“ eintritt und die Wort-Gottes-Feiern als Ausnahmefall genehmigt werden können oder ob die Ordnung überarbeitet werden könnte, so der Weihbischof. Und dies sei dann ein gemeinsamer Prozess, der nur im Austausch und aus Erfahrungswerten gestaltet werden könne.

Der Weihbischof betonte mehrfach, dass die Situation keinen Machtkampf zwischen Vellmar und Fulda darstellt, sondern dass dieser Weg nur gemeinsam gegangen werden kann. Das bedeutet, dass wir immer wieder im Gespräch bleiben, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Keiner Wisse was die Zukunft bringt und so müssen wir mit dem arbeiten, was momentan vorhanden ist, auch wenn das bedeute, dass wir verschiedene Lösungsansätze ausprobieren und eventuell auch wieder verwerfen müssen.

Der Bischof schloss die Fragerunde mit der Aussage: „Wenn sie möchten, kommen wir wieder.“

 

Schnellstmöglich sollte versucht werden, das Gespräch mit den Pfarrern des Pastoralverbunds zu suchen, um eine Lösung zu erarbeiten. Aufgrund der Urlaubs- und Ferienzeit konnte kein zeitnaher Termin gefunden werden. Der frühstmögliche Termin war der 21. August.

Bei dieser Sitzung teilte Pfarrer Schreiner mit, dass er, besonders auch durch die lange Hitzeperiode im Sommer, festgestellt habe, dass es aufgrund seiner gesundheitlichen Angeschlagenheit für ihn nicht möglich sei, in einem kurzen Zeitraum zwei Gottesdienste in Folge zu feiern.


Dennoch wurde in dieser Sitzung eine Idee für eine mögliche neue Regelung erarbeitet.


"Der Gottesdienst von Pfarrer Seifert in Calden um 9.00 Uhr wird gestrichen.

In Grebenstein findet der Gottesdienst nicht mehr um 10.30 Uhr, sondern um 9.30 Uhr statt.

Dreimal im Monat übernimmt Pfarrer Seifert den Gottesdienst in Immenhausen um

11.00 Uhr. Einmal im Monat wird um 11.00 Uhr Wortgottesdienst in Immenhausen gehalten. In Vellmar hält Pfarrer Schreiner jeden Samstag um 18.00 Uhr und jeden Sonntag um 10.30 Uhr Gottesdienst"

aus dem PGR-Protkoll vom 21. August 2018

 

Auch die Pfarrgemeinderäte von Grebenstein und Immenhausen wurden über diese Idee informiert.


Im Protokoll der PGR-Sitzung vom 25.09. heißt es:

"Die Umsetzung der bei der letzten PGR-Sitzung beschlossenen Gottesdienstordnung gestaltet sich mehr als schwierig. Die Gemeinde in Immenhausen möchte nicht komplett auf Pfarrer Schreiner verzichten. Die Idee, dass Pfarrer Schreiner jeweils zwei Sonntage im Monat in Immenhausen und zwei Sonntage im Monat in Vellmar die Gottesdienste übernimmt und die übrigen Sonntage von einem anderen Pfarrer aus dem Verbund zelebriert werden (an beiden Standorten), ist bei der letzten PGR-Sitzung in Immenhausen abgelehnt worden. Die Zusammenarbeit mit dem zur Verfügung stehenden Pfarrer ist problematisch und bedenkenswert. Nach längerer Diskussion und Austausch von Erfahrungsberichten mit diesem Pfarrer kommen wir zu dem Ergebnis, dass diese Idee auch für unsere Gemeinde nicht tragbar ist.

 

Aus gesundheitlichen Gründen ist es Pfarrer Schreiner nicht möglich, zwei Gottes-dienste sonntagvormittags zu halten. Zur Klärung der Problematik sollen sich nun die Vorstände der Pfarrgemeinderäte aus Immenhausen und Vellmar mit einem externen Moderator treffen und gemeinsam nach Lösungen suchen und ggf. mit einem gemeinsamen Votum in Fulda vorsprechen."


 

aktualisiert am 06.09.2018

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