Fest des Glaubens in Dietershausen

"Im Dienste Seiner Majestät" - über 500 Jugendliche waren dabei  

Dietershausen (bpf). Ein "Fest des Glaubens" junger Menschen des Bistums Fulda fand am Samstag, 8. September, in Dietershausen statt. Über 500 Jugendliche aus allen Teilen der Diözese fanden sich auf dem Gelände des dortigen Schönstattzentrums ein, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern. Eingeladen hatten die Katholische Jugend im Bistum Fulda (KJF), die Schönstatt-Mannes- und Mädchenjugend, die Oblaten-Jugend aus Hünfeld und die Malteser Jugend in Zusammenarbeit mit dem Bischöflichen Jugendamt. "2 007 - Im Dienste Seiner Majestät" hieß das Motto des Festes in Anlehnung an einen James-Bond-Filmtitel. "James Bond steht im Auftrag der Königin von England und arbeitet für ihr Königreich. Wir stehen im Auftrag von Jesus Christus und arbeiten für sein ewiges Reich", erläutert Julia Büdel (24, Joßgrund) aus dem Organisationsteam.

Der Tag begann mit einem kräftigen Morgenlob, das überging in ein begeisterndes Bühnenprogramm. Die beiden Moderatoren Tobias Büdel (19) und Martin Dölle (24) begrüßten die jungen Leute, die sich in bester Stimmung im Saal zusammendrängten, unterstützt durch mitreißende Rhythmen der Band "Ephata" aus Illerberg. Ein selbstgedrehter Videoclip, produziert von Felix von Keitz, leitete das Programm ein und zeigte James Bond, der sich in rasanter Autofahrt nach Dietershausen aufmacht und schließlich im Kapellchen landet. Hauptreferent des Tages war Pater Felix Rehbock von den Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria (OMI). Er stellte James Bond und Jesus Christus gegenüber: der eine sei im schnellen Austin Martin unterwegs, der andere auf einem Esel; der eine arbeite mit Gewalt und Tricks, der andere mit heilenden Händen und seinem eigenen Tod, der uns erlöst habe. Mit der Taufe habe unser Weg mit diesem Jesus begonnen. Aber das sei nicht alles: "Wir sind nicht dazu berufen, nur Sympathisanten zu sein. Auf einem Zettel stehen zu haben, daß man getauft ist, und die ein oder andere christliche Veranstaltung cool zu finden reicht nicht. Christsein muß man am Leben sehen können! Da muß man bereit sein, sich zum Guten zu ändern. Jesus muß die Nummer Eins sein, nach der ich mich richte!", so Pater Rehbock. "Zugegeben: das ist schwer! Aber es gibt deinem Leben Gewicht, es wird dramatisch und spannend!" Zwischen der Welt des James Bond und Jesus Christus gebe es einen entscheidenden Unterschied: "James Bond rettet alle paar Jahre die Welt; aber: Er geht in Rente. Jesus Christus nicht: Sein Reich besteht in Ewigkeit!"

Der stehende Applaus nach dem Vortrag wollte nicht enden. In Gesprächskreisen hatten dann die Teilnehmer des Festes Gelegenheit, über ihr eigenes Christsein ins Gespräch zu kommen. Dabei herrschte auf dem Gelände eine intensive Atmosphäre. Parallel bestand auch die Möglichkeit zu Anbetung und Beichte. "So viele intensive Gespräche und Beichten wie heute habe ich selten an einem Tag gehabt", so Jugendpfarrer Sebastian Blümel: "Die Inhalte haben wirklich bei den jungen Leuten einiges in Bewegung gesetzt."

Am Nachmittag konnten die Jugendlichen unter verschiedenen kreativen und inhaltlichen Workshops wählen. Die Palette war breit: Es gab insgesamt 35 Workshops, die von Tassenbemalen und Lebkuchenherzenbacken über eine Spielewerkstatt bis hin zu einem Workshop über Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube reichte, den Pater Stephan Möllmann OMI und Wolfgang Uffelmann (beide Hünfeld) hielten. Auch der kommende Weltjugendtag 2008 in Sydney warf seine Schatten voraus, ein Workshop informierte über Australien und machte bereits Lust auf die Fahrt im kommenden Sommer.

Höhepunkt des Festes war die Eucharistiefeier, die Neupriester Kaplan Thomas Renze aus Meerholz-Hailer zelebrierte. Konzelebranten waren Diözesanjugendpfarrer Sebastian Blümel sowie vierzehn weitere Priester des Bistums. Gestaltet wurde die Jugendmesse von jungen Leuten der KJF und der Oblatenjugend, die mit einer Pantomime und verschiedenen Texten das Thema des Tages noch einmal verdeutlichten. Kaplan Renze stellte einen besonderen Bezug zu den jungen Teilnehmern heraus: "Wie ihr bin ich selber oft der Einladung zum Fest des Glaubens gefolgt und habe es nie bereut. Ich freue mich, heute zum erst an Mal als Priester hier zu sein."

Der Abend klang aus mit Grillen, Schwedenfeuern, einer Disco und einem Lobpreiskonzert der Band "Heaven`s Doorstep" aus Petersberg. Um 21 Uhr endete der Tag mit einem bewegenden Segen am Kapellchen. Ein Meer aus Kerzen begrüßte das Allerheiligste, das aus dem Kapellchen getragen wurde und den Tag mit einer Aussendung in den Alltag beschloß. "Das Fest des Glaubens ist im Bistum Fulda quasi schon eine Institution - aber im besten Sinne! Junge Leute machen sich auf den Weg näher zu Gott und erleben, dass sie auf diesem Weg nicht alleine sind. Viele, die schon länger auf dem Weg sind, werden darin weiter ermutigt", resümierte Simone Twents vom Bischöflichen Jugendamt, Hauptverantwortliche für das Fest. "Der Tag war für mich total bewegend und genial! Ich nehme ganz viel mit nach Hause und komme nächstes Jahr wieder!", so Maria Madloch (16) aus Fritzlar. "Eingeladen zum Fest des Glaubens" heißt es wieder am 13. September 2008.
 

13.09.2007

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