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Staunenswerte Bekehrungen

Das Christentum in Wanfried bis zur Errichtung der St. Nikolauskirche

Zeittafel

um 700
Es wird vermutet, dass Bereits der Hl. Bonifatius in der Gegend um Wanfried vorbeizog und sich der christliche Glaube bereits im 8 Jh. verbreitete.

1337
Aus einer Urkunde von 1337 geht hervor, dass Friedrich IX., der letzte Ritter von Treffurt als Verwundeter Aufnahme in der Klauskirche fand. Die Klauskirche liegt gegenüber des heutigen Kirchenbaus und dient noch immer als Wohnhaus.

1529/30
Die Reformation hält in Wanfried Einzug. Trotz der Reformation bleiben viele Formen des katholischen Glaubens erhalten, der auch von den evangelischen Geistlichen gepflegt wurde.

1622
Seit diesem Jahr fanden in Wanfried wieder regelmäßig katholische Gottesdienste in der Kapelle des „fürstlichen Amtshauses“ statt.

1652
Unter Landgraf Ernst von Hessen-Rotenburg lebt die kath. Religion wieder auf.

1752
Gründung des Bistums Fulda. Die Katholiken Wanfrieds gehören seit dem zum Bistum Fulda.

1832
Bis zu diesem Jahr fand der kath. Gottesdienst in der Schlosskapelle statt.

1845
Erster kath. Schulunterricht in der Klauskirche nach der Reformation

1848
Der Kurfürst von Hessen gewährt Religionsfreiheit. Seitdem fanden die Gottesdienste in der Klauskirche statt

1908
Am 15. Okt. 1908 weiht Bischof Damian Schmitt von Fulda die heutige St. Nikolauskirche


Aus der Festschrift "100 Jahre St. Nikolauskirche 1908-2008 in Wanfried"

Wanfried war einst ein Fischerdorf. Der Hl. Nikolaus (Kurzform Klaus) galt zu allen Zeiten als Beschützer der Schiffer und Fischer. Die Stadt Wanfried, die heute hessisch ist, war um das Jahr 500 n. Chr. eine kleine dörfliche Siedlung im Frankenreich. Später gehörte sie dann zusammen mit einer Burg bis zum Jahr 1433 zu Thüringen, bis sie schließlich Hessen zufiel. Dies alles erfahren wir aus einem Brief des Ostgotenkönigs Theoderich von Ravenna. Er vermählte seine Nichte Amalaberga mit dem König Herminafried von Thüringen. In einem Schreiben dazu fand sich die Bemerkung, die neue Königin sei im Sinne von Italiens Bildung und Gesittung erzogen und werde dazu beitragen, das Volk besser zu unterweisen. Für König Theoderich gehörte zur Bildung und Gesittung zweifellos auch der Christenglaube. Aufschlussreich sind dazu auch Bodenfunde mit christlichen Symbolen aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts. Aus anderen Bodenfunden dürfen wir schließen, dass es im Thüringerreich, das damals vom Harz bis an den Main reichte, schon Christen gab. Denn durch den Einfluss der christlichen Legionäre in linksrheinischen Gebieten gelangte im Laufe der Jahrhunderte der christliche Glaube bis in das Werratal. Im Gefolge der fränkischen Herrscher kamen schon vor 600 nach Chr. christliche Mönche aus dem heutigen Frankreich, um in Hessen und Thüringen das Christentum zu verbreiten. Die Glaubensboten stammten wahrscheinlich aus dem westfränkischen Bistum Reims. Doch sie hatten mit ihren Bekehrungen wenig Erfolg. Die Bewohner der beiden genannten Länder hielten zäh am Glauben ihrer Vorväter fest und handelten weiter nach den Überzeugungen und Gewohnheiten, die sie kannten. Wer sich taufen ließ, huldigte deshalb oft nur äußerlich dem Gott der Christen .
So kam es, dass Christen und Heiden weiter wie bisher nebeneinander lebten. In Ansiedlungen und in kleinen Bauernhöfen entwickelten sich in Thüringen allmählich die Anfänge der christlichen Dorfgemeinden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Bonifatius Christen und Heiden nebeneinander wohnend vorfand, als er zum ersten Mal nach Thüringen kam und die Christen enger an Rom binden wollte. Das thüringische Gebiet sollte somit Bindeglied zwischen dem bayrischen und dem friesischen Bereich werden, wo Bonifatius und vor ihm Willibrord gewirkt hatten. So stellte beispielsweise Bonifatius das Kloster Fulda direkt unter den Schutz des Papstes. Dadurch konnte es nur schwer einem anderen Gebiet dazugerechnet werden.

Bonifatius stammte aus Crediton im Südwesten Englands. Unklarheit herrscht über sein Geburtsjahr. Man vermutet aber, dass er um das Jahr 672, spätestens jedoch 675 als Sohn adeliger Eltern, die ihm den Namen Winfried gaben, geboren wurde. Mit etwa 7 Jahren wurde er von seinen Eltern zur Erziehung in das Benediktinerkloster Exeter übergeben. Später wechselte er in das Kloster Nursling, um seinen Bildungshunger zu stillen. Mit 30 Jahren empfing er dort die Priesterweihe und wurde Lehrer der Klosterschule.
Winfried war bereits über 40 Jahre alt, als er sich entschloss, als Missionar auf das Festland zu gehen. Jedoch scheiterten seine ersten Missionsbemühungen. Bei seinem 2. Versuch erhielt er vom Papst einen Auftrag zur Missionierung und den Namen Bonifatius. In Bayern festigte er das Christentum während er in Thüringen nur einige wenige christliche Gemeinden vorfand und deshalb hier mehrere Gemeinden gründete. Nach einem Jahr Missionsarbeit ging er nach Mainz. Anschließend unterstützte er in Utrecht Bischof Willibrord bei der Friesenmission. Jedoch hatte er nicht die Absicht, Willibrords Nachfolger als Bischof von Utrecht zu werden und kehrte deshalb wieder zu den Hessen und das Gebiet der Thüringer zurück.
722 empfing er vom Papst die Bischofsweihe und durfte jetzt auch das Sakrament der Firmung spenden. Vermutlich fällte er im Jahr 723 bei Geismar die Donareiche. Eine Tat, die ihn für immer berühmt gemacht hat. Ungeklärt ist die Frage, ob er außer dieser Eiche noch an anderen Stellen Eichen fällte. Die Gründung der Klöster Amöneburg, Fritzlar und Ohrdruf gehen auf seine Initiative zurück. 732 ernannte ihn der Papst zum Erzbischof.
Die Neugründungen der Bischofssitze Salzburg, Regensburg, Passau und Freising, die durch die Wirren der Völkerwanderungen untergegangen waren, haben wir ihm zu verdanken. Im hessisch­ thüringischem Gebiet errichtete Bonifatius mehrere Bistümer, wie die Festung Büraburg bei Fritzlar für Hessen, das Bistum Erfurt für das nördliche Thüringen und das Bistum Würzburg für Südthüringen. Nachdem sich die früheren Landesgrenzen verschoben hatten, fiel das Bistum Würzburg an Bayern.
744 ließ Bonifatius das Kloster Fulda bauen, das zu seinem Lieblingskloster werden sollte und in dem er auch gemäß seines letzten Willens begraben wurde. Erster Abt des Klosters Fulda wurde der Bayer Sturmius.
745 wurde Bonifatius Bischof von Mainz. Eine Synode hatte ihn auch als Bischof von Köln vorge­ sehen. Dazu kam es allerdings nicht. Am 5. Juni 754 wurde Bonifatius mit seinen Gefährten unweit der Meeresküste bei Dokkum am Fluss Doom ermordet. Ein Utrechter Priester konnte zu Beginn des 9. Jahrhunderts (also etwa 50 Jahre nach dem Tod des Hl. Bonifatius) noch eine Frau ausfindig machen, die das blutige Gemetzel als Augenzeugin miterlebt hatte. Die Mörder vermuteten bei ihm und seinen Begleitern Schätze, mussten aber feststellen, dass sie nur Bücher entdeckten, die für sie wertlos waren. Der Tod des Hl. Bonifatius verbreitete sich in Windeseile. Sein Leichnam sollte zuerst in Utrecht beerdigt werden. Doch die Mainzer wollten ihren Bischof auf jeden Fall in ihrer Stadt beisetzen. Erst auf Drängen von Abt Sturmius, den letzten Willen des Heiligen doch zu respektieren und nachdem Diakon Otpert im Traum der Hl. Bonifatius erschienen war, verzichteten die Mainzer auf ihren Anspruch. Der Leichenzug von Mainz nach Fulda wurde von einer großen Menschenmenge begleitet.
1934 fand man zwischen Sossenheim und Eschborn ein uraltes Kreuz, welches auf eine Rast des Leichenzuges mit dem hl. Bonifatius hinweist. An die letzte Rast, ehe man das Kloster Fulda er­ reichte, erinnert die heutige Wallfahrtskapelle „Kleinheiligkreuz". Obwohl die Klosterkirche noch nicht fertiggestellt war, wurde Bonifatius am 9. Juli 754 im Kloster Fulda beigesetzt. Bis heute hat das Grab des Hl. Bonifatius im Dom zu Fulda eine ganz besondere Bedeutung. Die herbstliche Bischofskonferenz ehrt den Apostel der Deutschen genau wie die Gläubigen von Hessen und Thüringen und darüber hinaus alle, die zu seinem Grab pilgern. Vermutlich gelangte Bonifatius auf seinem Weg nach Thüringen auch nach Wanfried, wo es zu dieser Zeit wahrscheinlich schon eine St. Vituskirche gab, die an der Stelle stand, wo heute die evange- lische Kirche steht. Diese Kirche war nach dem hl. Vitus benannt worden, der um das Jahr 304 den Märtyrertod erlitten hatte. Das Haupt des Heiligen gelangte später im Jahr 1355 in den Prager Dom, der nach ihm benannt wurde (Vitusdom = Veitsdom).Mönche zogen vom Kloster Fulda in Richtung Hülfensberg, um ins heutige Eichsfeld und in das Thüringer Land zu gelangen. Die Ordensregeln verlangten, dass sie über die Nacht eine Bleibe zu nehmen hatten. So war möglicherweise die Klauskirche in Wanfried eine der zahlreichen Unterkünfte und Stützpunkte, was eine frühe Erklärung für die heutige Bezeichnung „Klauskirche" wäre, die auch in alten Urkunden als Kirche St. Nicolaus bezeichnet wird. Wann die Klauskirche gebaut wurde und welchem Zweck sie im Laufe der Geschichte gedient hat, ist nicht bis in letzte Einzelheiten zu klären. Wahrscheinlich war sie eine kleine Kapelle für die Mönche und möglicherweise auch ein Hospital. Da die Benediktinermönche immer auch für ihren Lebensunterhalt sorgten, könnte die Klauskirche auch eine klosterähnliche Anlage gewesen sein, die mit einem Landwirtschafts-betrieb verbunden war.
Als Bonifatius nach Wanfried kam, gab es wahrscheinlich schon die St. Vituskirche, an der Stelle, an der heute die evangelische Kirche steht. Aus einer Urkunde von 1337 geht hervor, dass der letzte Ritter von Treffurt, Friedrich IX., nachdem seine Burg Normannstein eingenommen war, als Verwundeter Aufnahme in der Klauskirche fand. Ein Pfeil hatte ihn im Gesicht getroffen und das linke Auge verletzt. Vermutlich starb Friedrich 1372. Bei einem Burschlaer Chronisten lesen wir über sein Ende: "In kärglicher Klausnerwohnung lebend, kinderlos, von niemandem beweint, so trat er von dieser Welt. " Aus dieser Aufnahme des Ritters in der Klauskirche kann man schließen, dass der Ort schon damals als Zufluchtsort genutzt werden konnte. Waren doch seinerzeit Kirchen und Kapellen heilige Orte, die weder eingenommen, noch Menschen von dort gewaltsam herausgeholt werden durften und die daher Flüchtenden und Hilfesuchenden als Zuflucht dienten. In einer Urkunde von 1467 erklärt der Ritter Hermann von Homsberg, dass er „sein freies Vorwerk zu Wennefried belegen mit allem seinem Zubehör, dazu einen freien Hof, gelegen hinter Sent Clawes kirehe daselbst genannt die Fulungen (...) an Hanse Bert, (...) verkaufe.“
Nach der Reformation, die in Wanfried 1529/30 Einzug gehalten hat, scheint das kleine Kloster verfallen zu sein. In welchem zeitlichen Verhältnis die Kapelle St. Nicolai zur Klause St. Nicolai gestanden hat, wissen wir nicht. Sowohl die Entstehung sowie der Zusammenhang bleiben im Dunkeln. Augenscheinlich gehörten die Pfarrei in Wanfried sowie ein Altar in der Kapelle St. Nicolai zum Cyriakusstift, einem Frauenkloster in Eschwege. Ob die Seelsorge der St. Vituskirche und der Kapelle getrennt wurden, ist nicht bekannt. Jedenfalls gab es im Jahr 1342 in der St. Vituskirche einen Pfarrer Conrad, und im Jahr 1529 leitete Pfarrer Nikolaus Euander die Wanfrieder Pfarrei. Ferner ist zu lesen, dass die Äbtissin Elisabeth am 1. Februar 1510 dem Offizial der Propstei St. Martin in Heiligenstadt den Mainzer Priester Heinrich Pomkule für die Kapelle St. Nicolai in dem Dorf Wanfried empfohlen hatte, da die Stelle durch den freiwilligen Verzicht von Johannes Pelleficis freigeworden war. Wahrscheinlich gab es auch ein Frauen-kloster in Wanfried, das später zum evangelischen Pfarrhaus dazugehörte bzw. zu diesem umgebaut wurde. Auch nach der Einführung der Reformation blieben trotzdem noch viele Formen des katholischen Glaubens erhalten. Unter anderem wird berichtet, dass die Beichte zunächst weiterhin praktiziert wurde, die Marienverehrung immer noch einen hohen Stellenwert besaß und die evangelischen Geistlichen auch in der Woche den Gottesdienst feierten. Johannes Steinheim war der erste evangelische Pfarrer in Wanfried. Seit dem Jahr 1556 (Henze) -andere Quellen berichten vom Jahr 1622- fanden nach der Reformation wieder regelmäßig katholische Gottesdienste in Wanfried in der Kapelle des „fürstlichen Amtshauses" im landgräflichen Schlosse statt. Die dortige Schlosskapelle war den "Heiligen Fünf Wunden" geweiht. Im Schloss selbst residierte damals eine Familie von Leiningen-Westerburg. Gräfin Sybille Sophie von Leiningen-Westerburg wurde Gemahlin des Landgrafen Friedrich II. von Hessen. Der einzige Sohn dieser Ehe konvertiert später zum katholischen Glauben. Die seelsorgliche Betreuung Wanfrieds erfolgte in dieser Zeit durch einen Geistlichen aus dem thüringischen Eichsfeld und zwar aus Lengenfeld. Erst später mit der Gründung des Bistums im Jahre 1752 Fulda gehörten die Katholiken Wanfrieds zur Diözese Fulda.
1570 teilte der Vogt Antonius Müller dem Landesherrn mit, dass er bereit sei, die alte Klause zu Wanfried wieder aufzubauen. Zu Beginn des 30 jährigen Krieges (1618-1648) wurde die Klauskirche zeitweise als Hospital genutzt. Ob sie auch dem Stadtbrand 1626 zum Opfer fiel, ist unbekannt. Im Jahr 1648 ließ Johann Meisterlin Scheunen und Stallungen" auf einem wüsten Platz, worauf vor Zeiten eine Klause St. Nicolai gestanden haben soll", bauen. Das zweiteilige Fachwerkhaus hat schließlich den Namen „Klauskirche" übernommen. Untersuchungen haben ergeben, dass das heutige Gebäude auf meterdicken Klostermauem errichtet und von einer festen, hohen Mauer umgeben ist, die noch aus dem 17 . Jahrhundert stammt. Anscheinend wurde es seinerzeit als normales Haus umgebaut und benutzt. Im Keller könnte sich auch ein Raum befunden haben, der den Mönchen als Aufenthaltsraum diente. Ihre Verpflegung erhielten sie durch ein kleines rundes Fenster. Ob dieser Aufenthaltsraum auch als Strafzelle verwandt wurde, ist ungewiss. Unter dem Landgrafen Ernst von Hessen-Rotenborg lebte seit 1652 die katholische Religion wieder auf. Hofgeistliche des Landgrafen sorgten für die Bedürfnisse der Katholiken in Eschwege und Wanfried. Dies geschah jedoch nicht öffentlich, sondern hauptsächlich im Verborgenen. Bis zum Jahr 1832 fand der katholische Gottesdienst in der Schlosskapelle statt. Jedoch muss auch später parallel zur Hl. Messe in der Klauskirche der Gottesdienst in der Schlosskapelle gefeiert worden sein, da dieser dort erst im Jahr 1850 eingestellt wurde. Danach hat man die Inneneinrichtung sowie einen Teil der Messgewänder in die Schlosskapelle nach Eschwege gebracht. Wahrscheinlich galt der Gottesdienst erst jetzt in der Klauskirche als sicher, und deshalb wurde er zuvor parallel zwei Jahre lang in der Schlosskapelle abgehalten. Vom Jahr 1832 bis zum ersten Gottesdienst in der Klauskirche, mussten die Katholiken vermutlich 16 Jahre lang den Gottesdienst im benachbarten Eichsfeld aufsuchen.
Samuel und Friedrich Hofsbarth waren um 1800 die Besitzer der Klauskirche. Ob sie bereits im Jahr 1836 vom Bistum Fulda angernietet wurde, ist nicht sicher. Jedenfalls wurde im Jahr 1845 in der Klauskirche der erste katholische Schulunterricht seit der Reformation erteilt. Im Jahr 1848 schließlich erwarb der Landwirt Sebastian Kremmer, der Ururgroßvater von Herrn Karl Kremmer, die Klauskirche. Sebastian Kremmer übereignete das Gebäude dann dem Bistum Fulda. Nachdem 1848 der Kurfürst von Hessen Religionsfreiheit gewährt hatte, fand im gleichen Jahr ein katholischer Gottesdienst im damaligen Schulsaal der Klauskirche statt. Dieser Raum diente bis zum Bau der heutigen St. Nikolauskirche als Gottesdienstraum für katholische Gottesdienste. Zunächst fand dieser Gottesdienst l4tägig und ab 1886 regelmäßig jeden Sonntag statt. Daher bemühte sich der Geistliche aus Eschwege, Pfarrer Robert Kiel, um einen eigenen katholischen Pfarrer für Wanfried. Von den damals 168 Katholiken in Wanfried besuchten 103 regelmäßig den Gottesdienst. Das waren fast so viele wie in Eschwege, wo sonntags 113 Gottesdienstbesucher gezählt wurden, wie die Chronik berichtet.
Die katholische Schule befand sich damals im 1. Stock des rechten Gebäudeteiles. Unbestätigten Berichten zufolge, hat es auch einen unterirdischen Gang gegeben, der angeblich bis zum Schloss geführt haben soll. Ein Eingang dazu war durch einen dicken Eichenklotz, an dem Handschellen befestigt waren, verschlossen. 1909 wurde das Gebäude von Herrn Karl Josef Kremmer, dem Großvater unseres heutigen Gemeindemitglieds Karl Kremmer, gekauft und für Wohnzwecke benutzt. Bis heute ist die Klauskirche im Besitz der Familie Kremmer. Am 8. September 1884 wurde die alte baufällig gewordene St. Vituskirche abgerissen und an gleicher Stelle eine neue evangelische Kirche im neugotischen Stil errichtet, deren Einweihung am 9. Oktober 1888 vollzogen wurde. Bis zum Jahr 1908 schließlich fand der katholische Gottesdienst in der Klauskirche statt. Im Jahr 1907 wurde bereits mit dem Bau der neuen St. Nikolauskirche begonnen. Der Hl. Nikolaus, der Schutzpatron der Fischer, Schiffer, Händler und Kaufleute, der Namenspatron der früheren Kapelle St. Nicolai und der Einsiedelei oder des Klosters und Hospitals und des Wohn- und Schulhauses, wurde somit auch Patron der neuen Kirche. Konnte im Jahr 1988 die evangelische Gemeinde das 100-jährige Bestehen ihrer Kirche feiern, so kann die katholische Kirchengemeinde im Jahr 2008 auf das 100-jährige Bestehen ihrer St. Nikolauskirche zurückblicken.


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