Heilig Geist Vellmar

Maiandacht „Sternen umkränzt“ am 23.Mai 2019 in der Kirche im Tierpark Sababurg

Aus aktuellem Anlass in zeitlicher Nähe zur Europawahl gingen wir im Rahmen unserer Maiandacht der Frage nach:

 

Was bedeuten eigentlich die zwölf Sterne auf blauem Grund auf der Europafahne?

 

Und hier nun die Antwort:

 

Die meisten Befragten äußern dann etwas – wenn überhaupt – von zwölf Staaten der Europäischen Union. Aber es gab von Anfang an mehr Mitgliedstaaten. Der Ursprung ist ein anderer.

Am 5. Mai 1949 wurde in London der Europarat gegründet und Paul Levi wurde Leiter der Kulturabteilung. Dieser Levi, ein Belgier jüdischer Abstammung, hatte im Zweiten Weltkrieg angesichts der Judenverfolgung das Gelübde abgelegt: Wenn er den Krieg und die Nazis lebend überstehen würde, wolle er zum katholischen Glauben übertreten. Er überlebte, wurde katholisch und bekam dadurch auch zu Maria, der Mutter Jesu, ein intensiveres Verhältnis. 1955 diskutierten nun die Vertreter des Europarats über eine gemeinsame Flagge. Aber sämtliche Entwürfe, die mit einem Kreuz die christlichen Wurzeln Europas anzeigten, wurden von den Sozialisten und Kommunisten als zu ideologisch und zu christlich verworfen. Eines Tages kam Levi bei einem Spaziergang an einer Grotte mit der Statue der Muttergottes vorbei. Durch die Sonne beschienen, leuchteten die zwölf Sterne wunderschön gegen den strahlend blauen Himmel. Da schoss ihm eine Idee durch den Kopf! Er ging sofort zu Graf Benvenute, dem damaligen Sekretär des Europarates, und schlug ihm vor, zwölf Sterne auf blauem Grund als Motiv für die Europafahne anzuregen. Der Graf war begeistert. Wenig später wurde der Vorschlag allgemein akzeptiert.

Hätten Sie gedacht, dass der goldene Sternenkranz Mariens die Europafahne für alle Staaten der Europäischen Union ziert? Hoffentlich ein gutes Omen gegen den schwindenden christlichen Glauben in Europa.

Das Blau ist nicht nur die Farbe Mariens, sondern auch der Gegenwart Gottes, des Glaubens, des Vertrauens und der Treue als Antwort gläubiger Menschen.


 

Das Gold der Sterne, einem König und der Sonne angemessen, steht als Sinnbild für die Ewigkeit und als Symbol der höchsten Tugend, der Liebe, in ihrer äußersten Entfaltung. Die Zwölf wird bei allen Völkern als eine Glück bringende Zahl geschätzt: wir haben die 12 Monate des Jahres, die 12 Stunden des Tages und der Nacht. Im jüdisch-christlichen Bereich weist die 12 als Zahl der Vollkommenheit und Vollständigkeit auf die 12 Söhne des Jakob, die 12 Stämme Israels, die 12 Apostel und schließlich das himmlische Jerusalem als unsere Zukunft mit 12 Grundsteinen und 12 Toren. Darum trägt die Frau aus der Offenbarung des Johannes eine Krone mit 12 Sternen. Darum sollten wir diese Deutung weitererzählen und denken wir immer, wenn wir die Flagge sehen, an die Mutter Gottes und wenn wir bedenken, dass diese Europafahne auf jedem Geldschein, dem Euro, abgebildet ist, ist somit die Erinnerung an Maria immer bei uns.

 

 

Im Anschluss an die Maiandacht ließen wir diesen schönen Nachmittag in fröhlicher Kaffeerunde ausklingen.

 

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